Märkte am Morgen: Getreide

Fester Dollar hilft Matif-Weizen

Weizen: Der US-Dollar gewinnt weiter an Stärke und stützt über einen schwächeren Euro die europäischen Weizen-Futures. Die beiden vorderen Termine an der Matif legten etwas zu. Der Dezember schloss mit 164 €/t und der März knapp unter 169 €/t. Zusätzliche Unterstützung dürften die Futures durch Einlösungen von Optionen bekommen haben, die in der Regel beim anstehenden Wechsel eines Frontmonats Mitte des Kalendermonats vor dem Auslaufen des Kontraktes eingelöst werden. Die offenen  Positionen haben sich in diesem Zuge auch kurzzeitig deutlich erhöht.
 
Der europäische Weizen-Future der CME legte ebenfalls zu. Der Dezember schloss mit 181,50 €/t, der März mit 179 €/t. Die Umsätze waren erneut dürftig, die offenen Positionen stagnieren seit Wochen bei 3.200 Kontrakten.
 
In Chicago gab Weizen mit etwas schwächeren Mais- und Sojakursen, vor allem aber mit einem festeren US-Dollarkurs leicht nach. Der Dezember notierte 3,87 US-$/bushel.
 
Algerien hat einen internationalen Weizentender von 580.000 t optioneller Herkunft in die Bücher genommen. Aus Handelskreise werden Deutschland, die Baltic und die USA als mögliche Lieferanten genannt. Saudi-Arabien signalisiert nach dem Besuch einer russischen Delegation mehr Interesse für Weizenkäufe aus Russland.
 
Mais: Charttechnisch basierte Verkäufe drückten auf die Chicagoer Maispreise, denn die Futures können die gleitenden Durchschnittsnotierungen für 50 bzw. 100 Tage nicht nachhaltig nach oben durchbrechen. Nach einem Minus von 3 Cent/bushel notierte der Dezember-Kontrakt mit 3,38 US-$/bushel. Positive Zahlen aus der US-Ethanolwirtschaft mit gestiegenen Beständen und höheren Ethanolpreisen konnten die gedrückte  Tagestendenz nicht drehen.
 
An der Matif legte Mais erneut etwas zu. Nach einem Notizgewinn von 0,50 €/t notierte der Januar mit 164 €/t. (St) 
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