Märkte am Morgen: Ölsaaten

Fester Dollar hilft dem Raps

Sojakomplex: Gutes Wachstumswetter für die US-Sojabohnenernte setzen die Notierungen etwas unter Druck. Die Notizverluste für die Bohnen blieben überschaubar, Sojaschrot gibt bis zu 2,6 US-$/short-ton nach. Schrot muss der schwächeren Nachfrage durch die Vogelgrippe in den USA, vor allem aber Spreads gegen festes Sojaöl Tribut zollen. Die Sojabohnenaussaat in den USA kam in der Vorwoche gut voran und 61 Prozent der geplanten Flächen sind bestellt. Die weitere Aussaat dürfte sich durch Niederschläge im Sojagürtel allerdings etwas verzögern.  
 
Die Sojaschrotverladungen aus Südamerika, vor allem aus Argentinien, werden sich voraussichtlich weiter verspäten. In Argentinien werden die meisten Ölmühlen noch immer bestreikt. Ein Ende des Arbeitskampfes ist derzeit noch nicht abzusehen.
 
Raps: Der feste US-Dollarkurs und ein äußerst überschaubares Kassamarktangebot gaben den Rapsnotierungen in Paris erneut Auftrieb. Der August legt 3,75 €/t auf 363 €/t zu. Zusätzliche Schützenhilfe gab es durch die festeren Palmölnotierungen.
Auch in Winnipeg scherte sich Canola-Raps wenig um den Sojakomplexes und notierte währungsbedingte Kursgewinne von bis zu 4,90 Can-$/t.
 
Rohöl: Der Terminmarkt korrigierte für beide Ölsorten nach unten. Brent Crude-Öl gab 1,80 US-$/Barrel nach. Vor allem der feste US-Dollarkurs belastete. Die Zahl der Bohrlöcher in den USA war zudem weiter rückläufig. Nach Ansicht der Commerzbank ist die Schieferöl-Produktion den USA bei den derzeitigen Ölpreisen offensichtlich wieder attraktiv geworden. (St) 
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