Märkte am Morgen: Getreide

Fester Euro belastet Matif

Weizen: An der Matif sind die Weizennotierungen trotz der umfangreichen Exportverladungen in Deutschland und in Frankreich mit einem festeren Eurokurs von über 1,15 US-Dollar etwas unter Druck geraten. Der Mai und der Dezember verloren 0,50 €/t. Der Mai schloss mit 151,00 €/t, der Dezember mit 169,25 €/t. Die Aussicht auf eine überdurchschnittliche europäische Weizenernte begrenzt den Spielraum für die neuerntigen Kurse.  
 
Von Chicago kam keine Anregungen, die Kurse schlossen im vorderen Bereich geringfügig schwächer, die neue Ernte konnte sich im wesentlichen behaupten. Die Regenfälle in den Vorwochen haben den Zustand der Weizenfelder in den südlichen Plains deutlich verbessert. Die wöchentliche Bonitierung weist nun die Winterweizenbestände in den USA zu 61 Prozent als gut bis exzellent und 3 Prozent besser als der Vorwoche aus.
 
Saudi-Arabien hat seinen Weizentender mit 620.000 t optioneller Herkunft gefüllt. Wie aus Agenturberichten hervorgeht, wird die Baywa davon 60.000 t liefern. Bangladesch hat zum dritten Mal die Annahme einer Importpartie mit russischen Weizen aufgrund von zu niedrigen Hektolitergewichten und Proteinwerten verweigert.
 
Mais: Fob-Käufe am US-Kassamarkt und festes Soja verhalfen dem Chicagoer Mais zu behaupteten Notierungen. Die beiden vorderen Termine notierten komplett unverändert. Die wöchentlichen Exportanmeldungen von 1,16 Mio. t US-Mai stützen zusätzlich. Die Maisaussaat in den USA ist gut vorangekommen und am Wochenende waren bereits 45 Prozent im Boden. Dies sind 15 Prozent mehr als im langjährigen Durchschnitt.
 
Für Brasilien lassen die jüngsten Analystenschätzungen eine deutlich kleinere Maisernte als die vom USDA taxierten 84 Mio. t erwarten. Neue Schätzungen bewegen sich bereits unter 80 Mio. t.
 
An der Matif schlossen die Maisnotierungen nach einem minimalen Minus knapp behauptet. Der Juni notierte mit 162,75 €/t. (St)
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