Märkte am Morgen: Getreide

Fester Euro könnte belasten

Weizen: Zum Wochenauftakt sieht es so aus, als könnten Währungseinflüsse die Weizenmärkte beeinflussen. Der Euro notiert heute Morgen mit 1,086 US-Dollar deutlich höher als an den Vortagen. Dies könnte die Eröffnung an der Matif negativ tangieren. In Chicago zeigen die vorbörslichen Weizennotierungen mit dem schwächeren US-Dollar heute Morgen dagegen grüne Vorzeichen.
 
Die Vorwoche endete mit schwächeren Börsen in Chicago und in Paris gleichermaßen. An der Matif verlor der Frontmonat Mai 0,75 €/t und fiel auf 162,50 €/t. Die neue Ernte wurde mit einem Minus von 2,25 €/t für den September stärker gebeutelt. Der Dezember verlor ebenfalls und schloss mit 172,25 €/t. Die schwächeren Vorgaben aus Übersee belasteten, doch die ausgeprägte Trockenheit in weiten Teilen Westeuropas bietet auch  etwas Potenzial für stabilere Weizenpreise der neuen Ernte. Für Frankreich korrigierte  das Getreideamt AgriMer die Bonitierung der Winterweizenbestände in den Kategorien gut bis exzellent um 4 % auf 85 % nach unten. Am Hamburger Markt waren die Prämien für Weizen Basis 12 % Protein mit 5 bis 6 €/t über Matif-Mai unverändert.
 
In Chicago notierte Weizen zwar nur geringfügig schwächer, fiel aber zwischenzeitlich auf neue Kontrakttiefs. Der Frontmonat Mai rutschte im Tagestief auf glatt 4 US-$/bushel, schloss aber noch 5 Cents darüber. Für Druck könnte die Anbauschätzung von Statistics Canada gesorgt haben. Diese geht zwar nur von einem unwesentlichen Rückgang des Weizenanbaus in Kanada aus, doch die Analysten hatten mit einer größeren Einschränkung gerechnet. In den US-Plains sind die äußeren Bedingungen für den Winterweizen zudem gut.
 
Australien muss nach Einschätzung des USDA-Büros vor Ort in diesem Jahr mit einer signifikant kleineren Weizenernte von nur 24 Mio. t rechnen. In der Saison 2016/17 hatte Australien eine Spitzen-Weizenernte von 35 Mio. t eingefahren.
 
Mais: Mais schloss in Chicago mit leichten Notizverlusten knapp behauptet. Im Wochenverlauf haben die Futures allerdings 3,8 % eingebüßt. Die Fonds wetteten trotz der kleineren US-Maisfläche auf fallende Maispreise und bauten im Berichtszeitraum ihre netto Short-Positionen weiter aus. Brasilien kann nach einer Agentur-Umfrage mit einer Maisernte von 93,2 Mio. t rechnen. Das Umfrageergebnis deckt sich in etwa mit der Einschätzung des USDA.
 
An der Matif schloss Mais ebenfalls etwas schwächer. Der Juni verlor 1 €/t und notierte in einem ruhigen Handel mit 173 €/t. (St) 
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