Märkte am Mittag

Fester Trend hält an


Die Preisentwicklung sowie das Ende der Hackfruchternte haben auch Auswirkungen auf das Abgabeverhalten der Landwirte. Es kommen jedenfalls vermehrt kleinere Weizenmengen auf den Markt, heißt es beim Erfassungshandel.

Dabei werden zum Teil ungewöhnlich breite Spannen bei den Erzeugererlösen genannt. So wird A-Weizen zwischen 163 bis 175 €/t netto frei Erfasungslager abgerechnet. Für B-Weizen werden knapp 150 bis 159 €/t genannt. Die ohnehin schon stattlichen Prämien für E-Weizen haben sich zuletzt noch einmal erhöht. Im Schnitt werden für Partien mit den entsprechenden Werten deutlich über 190 €/t netto bezahlt. Dabei bleibt E-Weizen mit über 14 Prozent Rohprotein ein ausgesprochen rarer Artikel.

Überhaupt ist die Nachfrage nach den höheren Qualitäten auch regional unterschiedlich. Während bei den süddeutschen Verarbeitern noch immer eine gewisse Zurückhaltung vorherrscht, ist die Nachfrage in den Benelux-Staaten sowie in Nord-West-Deutschland rege. Es sollen inzwischen auch laufend Mengen nach Frankreich und Italien gehen.

Das sporadische Interesse der süddeutschen Verarbeiter mag sich auch mit deren Markteinschätzung für die kommenden Monate erklären. Nach einer jüngsten Umfrage des Bayerischen Müllerbundes, München, erwarten 68 Prozent der Mitglieder, dass sich der Weizen bis Ende Januar 2015 an der Matif bei 150 bis 190 €7 t einpendeln wird.

Januar-Weizen kann an der Matif wieder leicht hinzugewinnen. Er notiert zur Mittagszeit bei 182,25 €/t. Mais gibt weiter leicht auf 151,25 €/t nach. Auch der Rapskurs zeigt leichte Schwächen. Er notiert bei 339 €/t. (HH)  
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