Märkte am Mittag

Festere Börsen stoßen Verkäufe an

Auch wenn nicht immer ein Geschäft zustandekommt, gibt es ein etwas größeres Interesse seitens der Landwirtschaft, sich von Weizen zu trennen. Die gestiegenen Börsenkurse der vergangenen Tage animieren, sich für den Verkauf von Getreide zu interessieren. Geld- und Briefkurse passen dennoch weiterhin nicht immer zusammen. Teilweise muss die zweite Hand Kontrakte physisch erfüllen und benötigt Ware. Dabei werden auch Kurse bezahlt, die nicht unbedingt zum übrigen Markt passen.

Die Mühlen sind nach wie vor nur für kleinere Mengen am Markt. Genannt werden franko Oberrhein im Moment weiter 174 €/t für November/Dezember. A-Weizen bekommt nach wie vor einen Aufschlag von 5 €/t. Die Versorgung der Mühlen scheint recht gut zu sein. Interesse für das neue Jahr besteht. Dazu gibt es aber wenig Abgabebereitschaft.

Mischer sind noch zögerlich

Die Kraftfutterwerke sind ebenfalls nur verhalten am Markt. Für Futterweizen müssen sie einen ähnlichen Kurs wie für Brotweizen anlegen. Gerste wird mit 150 bis 153 €/t ab Station bewertet. Von der nahezu abgeschlossenen Maisernte kommt immer mal wieder Ware an den Markt. Die Futtermittelwerke bezahlen 173 bis 175 €/t. Auf der anderen Seite werden den Landwirten 155 bis 170 €/t frei Erfassungsstelle gewährt. Auch kaufen Landwirte Körnermais vom Handel für den Einsatz auf dem Hof oder handeln die Ware mit Kollegen. Triticale wird mit 151 €/t und Futterhafer mit 150 €/t ab Station in Richtung Niederlande abgesetzt.  

Zunehmende Sorge bereitet die mittlerweile länger anhaltende Trockenheit. Damit wird einkalkuliert, dass die Wintersaaten nicht stark genug in den Winter gehen könnten und einer Auswinterung stärker ausgesetzt sein könnten. Auswirkungen auf die neue Ernte blieben in so einem Szenario nicht aus.

Nachdem Weizen in den vergangenen Tagen in Paris stets im Aufwärtstrend war, gibt er heute wieder leicht ab. Der Dezember verliert bis mittags 0,75 €/t zu Montag auf 180,25 €/t. Mais ist mehr oder weniger unverändert gestimmt. Der November bleibt bei 166 €/t. Raps verliert in dem Auslaufmonat November. Die übrigen Monate bleiben mehr oder weniger unverändert zum Vortag. (dg)


stats