Märkte am Morgen: Getreide

Festerer Euro belastet Weizen


Weizen: Der Wechsel des Frontmonats sorgte an der Matif für Druck auf die Notierungen. Der März verlor an seinen letzten Handelstag 4,25 €/t und verabschiedete sich mit einem Schlusskurs von 167,75 €/t vom Börsenparkett. Die übrigen Termine notierten 0,75 €/t schwächer. Der Mai schloss mit 173,75 €/t und büßte im Wochenverlauf 2,50 €/t  ein. Neben technischen Einflüssen belastete auch der feste Eurokurs, der sich heute Morgen um die 1,07 US-Dollar bewegt.
 
Am Kassamarkt verbesserten sich die Prämien mit den rückläufigen Börsenotierungen etwas. Am Hamburger Markt lagen die Forderungen der Abgeber für Weizen Basis 12 % Protein 4,50 €/t über Matif-Mai, die Gebote lagen 1 €/t darunter.  
 
Die deutschen Exporteure rechnen sich ebenso wie Polen oder die baltischen Länder gute Chancen auf einen Zuschlag beim Weizentender Saudi-Arabiens von 720.000 t aus. Die Frachtraten zu den arabischen Hafenplätzen sind mit 20 bis 25 US-$/t für den europäischen Weizen zudem günstig. Tunesien brachte einen Weizenkauf über 75.000 t optioneller Herkunft unter Dach und Fach.
 
In Chicago setzte sich die gedrückte Stimmung für Weizen fort. Die Kurse verloren für die vorderen Termine bis zu 3,4 Cent/bushel. Der Mai notierte mit 440 US-$/bushel und verlor im Wochenverlauf 13 Cent/bushel. Charttechnische Einflüsse drückten, denn die Mainotierung fiel unter den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Allerdings könnte kaltes Wetter und Frost in den US-Plains wieder für kurzfristige Kursgewinne sorgen, denn die Weizenbestände sind dort mit dem vorangegangenen warmen Wetter frühzeitig aus der Winterruhe erwacht.
 
Mais: Die Kurse in Chicago gaben zum fünften Mal hintereinander nach. Der Mai büßte bei einem Schlusskurs von 3,64 US-$/bushel im Verlauf der Vorwoche 14 Cent/bushel  ein. Nachwirkungen des jüngsten USDA-Reports, schwächere DDGS-Preise und Liquidationen der Fonds belasteten.  
 
An der Matif drückten die rückläufigen internationalen Maispreise und der schwächere Weizen auf die Kurse. Der Juni verlor 1,50 €/t schloss mit 172,50 €/t. (St) 
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