Märkte am Morgen: Ölsaaten

Festerer Euro bremst Raps aus

Sojakomplex: Nach den beiden festen Vortagen setzen Gewinnmitnahmen die Notierungen unter leichten Druck. Die Bohne gab für die vorderen Termine etwas nach, auch Schrot notierte geringfügig schwächer. Vom Sojaöl kam keine Unterstützung mehr, denn die Fonds haben anscheinend ihre Kaufwelle beendet.
 
Laut einer Umfrage von Bloomberg könnte das USDA in seinem neuen Report am Dienstag nächster Woche die US-Sojabohnenbestände für diese Kampagne mit 9,8 Mio. t etwas niedriger als im Vormonat ausweisen. Für die kommende Kampagne gehen die Analysten dagegen von einem Anstieg der US-Sojabohnenbestände auf 12,1 Mio. t aus.
 
Raps: Die Sitzung endete neutral. Der August war gut behauptet und auch für die Folgetermine hielten sich die Kursbewegungen in Grenzen. Der etwas festere Eurokurs, die leichte Korrekturen im Sojakomplex und der feste Palmölnotierungen hielten sich die Waage.
 
In Winnipeg setzten technische Verkäufe die Kurse unter Druck. Der Frontmonat verlor deutlicher, die Termine ab Juli gaben bis zu 3,60 Can-$/t nach. Die kanadischen Canola Bestände lagen im März mit 7 Mio. t rund 1,7 Mio. t niedriger als im Vorjahr, berichtet Statistics Canada. Die Börse zeigte sich wenig beeindruckt, obwohl der Markt von höheren Beständen ausgegangen war.  
 
Rohöl: Die Notierungen legten mit 0,25 US-$/Barrel für Brent Crudeöl und mit 0,53 US-$/Barrel für WTI-Öl erneut etwas zu. Ein schwächerer US-Dollarkurs und die in der Vorwoche um 3,9 Mio. t gefallen Rohölbestände in USA gaben Auftrieb. Die wöchentlichen Lagerbestände in den USA sind damit erstmals nach vier Monaten wieder gesunken. Saudi-Arabien hat zudem seine Ölpreise für Lieferungen nach Europa und die USA angehoben, ließ aber seine Rohölpreise für den asiatischen Wachstumsmarkt unverändert. (St) 
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