Märkte am Morgen: Ölsaaten

Festes Palmöl stützt Ölsaaten

Sojakomplex: Der Sojakomplex gibt nach einer volatilen Sitzung seine deutlicheren Tagesgewinne wieder ab. Die Sojabohne schließt für März 5,2 Cent/bushel und Sojaschrot für diesen Termin 3,50 US-$/short-ton schwächer. Lediglich Sojaöl behält seine grünen Vorzeichen. Die Sojaölpreise wurden durch die großen Überschwemmungen in Malaysia gestützt. Beobachter vor Ort erwarten inzwischen größere Ausfälle bei der Palmölproduktion in Malaysia.
 
Die wöchentlichen US-Exportzahlen mit 2,1 Mio. t Sojabohnen waren zwar beeindruckend, doch 1,5 Mio. t davon betreffen die neue Kampagne und Käufe Chinas. Die wöchentlichen Exportverladungen in den USA hielten mit 1,4 Mio. t ihr hohes Niveau. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Sojabohnenkäufer im neuen Jahr ihr Augenmerk verstärkt auf Südamerika richten. Dort sind die Witterungsbedingungen für die heranwachsenden Sojabohnenernten in Brasilien und Argentinien ausgezeichnet.
 
Raps: Das fehlende Angebot am europäischen Kassamarkt und die festeren Palmölnotierungen gaben den Matif-Notierungen weiteren Auftrieb. Der Mai konnte 3 €/t zulegen und hat den Invers auf den Februar-Termin damit etwas reduziert. Der Februar legte 1,75 €/t zu und schob sich auf über 355 €/t hoch.
 
In Winnipeg profitierten die Canola-Kurse vom festen Sojaöl. Die Notierungen zogen auf allen Termin an.
 
Rohöl: Die leichte Stabilisierung ist schon wieder passee. WTI gab 1,12 US-$/Barrel und Brent Crudeöl 1,57 US-$/Barrel nach. Auf die brennenden Öltanks im größten libyschen Verlade-Terminal reagierte Börse nur kurzzeitig mit Kursgewinnen. Agenturberichten zufolge ist die libysche Ölproduktion auf nur noch 300.000 Barrel am Tag gesunken. Angesichts der globalen Überschussproduktion scheint dies jedoch kaum jemanden zu interessieren. (St)
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