Exportstatistik

Fleisch aus der EU gefragt wie nie


Die Länder der europäischen Union haben in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 fast 5 Mio. t Fleisch exportiert. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Ausfuhren um mehr als ein Fünftel erhöht werden. Die Erlöse stiegen um 18,4 Prozent auf 8,89 Mrd. €, meldet die EU-Kommission.

Zuwächse in allen wichtigen Importländern

Am stärksten legte der Export von Schweinefleisch zu, der in den drei Quartalen um 29,5 Prozent auf 3,104 Mio. t wuchs. Im gesamten Jahr 2015 war mit 3,267 Mio. t nur wenig mehr exportiert worden wie von Januar bis September 2016. Mehr als die Hälfte der Schweinefleisch-Exporte (55,6 Prozent) gingen nach China (1,458 Mio. t, plus 85 Prozent) und nach Hong Kong (266.000 t, plus 8,6 Prozent). In allen wichtigen Zielländern konnten die Absatzmengen gesteigert werden. In Japan betrug der Zuwachs 9,3 Prozent auf 290.000 t, in Südkorea 5,6 Prozent auf 173.000 t und auf dem Philippinen 5,2 Prozent auf 161.000 t. Die Exporterlöse wuchsen ebenfalls um 29,5 Prozent auf 5,68 Mrd. €. Importe von Schweinefleisch spielten mit 24.000 t praktisch keine Rolle.

Erlöse für Geflügelfleisch sinken

Beim Geflügelfleisch konnte die Exportmenge um 10 Prozent auf 1,193 Mio. t gesteigert werden. Wichtigster Abnehmer bleiben Südafrika (205.000 t, plus 35,1 Prozent), die Philippinen (98.000 t, plus 41,1 Prozent) und Hong Kong (90.000 t , plus 35 Prozent). Um 14,4 Prozent gesunken sind dagegen die Exporte nach Saudi-Arabien (89.000 t). Trotz der höheren Absatzmenge verringerten sich die Exporterlöse um 8,8 Prozent auf 1,43 Mrd. €.

Israel verdoppelt Rindfleischimport

Die Exporte von Rindfleisch und Schlachtrindern stiegen um 17,2 Prozent auf mit 504.000 t. Das Plus geht fast ausschließlich auf das Konto Israels, das seine Einfuhren aus der EU auf 144.000 t verdoppelte. Deutlich im Plus sind auch die Exporte nach Ägypten (78,5 Prozent), Libyen (66,3 Prozent) und Vietnam (188,2 Prozent). Wichtigstes Zielland bleibt die Türkei, die etwa ein Sechstel der EU-Exporte abnimmt. Mit einem Plus von 12,8 Prozent auf 265.000 t entwickelte sich auch das Türkeigeschäft positiv. In einigen Ländern wie dem Libanon, Norwegen, Bosnien-Herzegowina, der Elfenbeinküste und Ghana musste die Rindfleischexporteure Einbußen hinnehmen. Die Exporterlöse stiegen um 15,6 Prozent auf 1,57 Mrd. €. (SB)
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