Märkte am Morgen: Getreide

Fonds drücken Kurse in Chicago

Weizen: An der CBoT in Chicago verlieren die Anleger die Hoffnung auf einen Stimmungswechsel. Umfangreiche Verkäufe von Fonds setzten den Weizennotierungen am Dienstag zu. Der September-Weizen schloss bei 4,29 US-$/bushel mit einem Minus von 11,5 Cent. Auch Kansas und Minneapolis gaben deutlich nach. An der KCBT verlor Hard Red Winter 10,25 Cents auf 4,26 US-$/bushel. Sommerweizen an der MGEX gab um 11,75 Cent auf 6,58 US-$/bushel nach.

Heute Morgen erfolgte eine Gegenreaktion auf die deutlichen Verluste des Vortages. In Chicago gewinnen die vorderen Weizen-Futures im Schnitt 3 Cent. Kanas-Weizen legt um gut 4 Cent zu. Im Minneapolis sorgen Positionsbereinigungen am späten Abend Ortszeit beim September- und Dezember-Future für ein Plus von 16 Cent.

Die Anleger an den Getreidebörsen orientieren sich nach dem Wasde-Report vom vergangenen Donnerstag neu. Wegen der riesigen russische Ernte wird vorerst mit keiner Erholung gerechnet. Russland wird den Exportmarkt dominieren und es ist fraglich, in welchem Umfang die anderen großen Exportregionen auf dem Weltmarkt aktiv werden können. Zudem zeichnet sich auch auf der Südhalbkugel eine zumindest normale Ernte ab, sodass die Weizenbilanz komfortabel bleiben sollte.

Die Matif schloss gestern nahezu unverändert. Der umsatzstärkste Dezember-Future gab um 25 Cent auf 163,25 €/t nach. Bei den anderen Termine war keine einheitliche Tendenz erkennbar.

Mais: Auch Mas verliert am Dienstag deutlich. Der September schloss in Chicago mit einem Minus von 7,5 Cent bei 3,55 US--$/bushel.

In Argentiniens wird mit einer deutlichen Ausweitung der Maisproduktion gerechnet. Bei der im September beginnenden Aussaat könnte die Fläche um 5 bis 10 Prozent auf mehr bis zu 5,3 Mio. ha wachsen. Günstige Aussaatbedingungen und die Abschaffung der Exportzölle machen den Maisanbau attraktiv. Wegen der großen Sojabohnenernte in den USA wird mit niedrigen Preisen für die Bohne und mit besseren Margen beim Maisanbau gerechnet. Analysten halten eine Rekordernte von 46 Mio. t für möglich, nachdem 2016/17 rund 40 Mio. t geerntet worden waren.

Euro/Dollar: Der Euro notiert heute Morgen mit 1,1726 US-$ schwächer. (SB)
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