Märkte am Morgen: Getreide

Fonds stützen Weizenkurse

Weizen: Erst mit festeren Chicagoer Weizennotierungen konnten sich die Matif-Kurse aus roten Bereich drehen. Bei Börsenschluss schließt der Januar unverändert wie am Vortag, die übrigen Termine notierten mehr oder weniger neutral. Die neu gezogenen  EU-Exportlizenzen für Weichweizen fielen in dieser Woche mit 344.000 t gegenüber den strammen Zahlen der Vorwochen ab.
 
In Chicago stieg der Kurs für den Märztermin 15,6 Cent/bushel an und auch die übrigen Termine legten zu. Die Sitzung wurde durch Käufe der Fonds bestimmt. Sie ließen sich von einem Bericht anregen, nach dem das russische Agrarministerium über höhere Interventionspreise für Weizen nachdenkt, um die Exporte zu begrenzen. Händler verweisen diese Möglichkeit allerdings ins Reich des Absurden.
 
Frankreich kann erneut beim jüngsten Ägypten Tender von 180.000 t zum Zuge. Frankreich liefert ein Drittel, der Rest kommt aus Russland. Der französischer Weizen war mit einem fob-Preis von 247,24 US-$/t der günstigste Weizen im Tender. Russland konnte mit einem niedrigeren Frachtpreis nach Ägypten punkten. Damit kann Russlands nach längerer Abstinenz wieder mit einer größeren Menge in Ägypten zum Zuge. Nach Ansicht von internationalen Handelshäusern wird Russland auch künftig beim Weizenexport mitmischen. Einschätzung des Bunge-Konzerns zufolge lassen sich derzeit keine ernsthaften Anzeichen von Exportbeschränkungen seitens der russischen Behörden erkennen.
 
Mais: In Chicago konnte Mais von ansehnlichen US-Exportzahlen profitieren. Die Kurse ab März legten 4,6 Cent/bushel zu. Das USDA hatte für diese Woche neue Exportzahlen von knapp 963.000 t Mais bekannt gegeben. Charttechnische Signale und Spekulationen über eine gestiegene Wettbewerbsfähigkeit des US-Mais an den nationalen Märkten lösten Kaufaktivitäten an der Börse aus.
 
An der Matif blieb Mais im roten Bereich stecken. Die Notierungen gaben 0,50 €/t nach. In dieser Woche wurden in der EU 102.000 t neue Importlizenzen für Mais gezogen. Im Wirtschaftsjahr haben sie sich damit auf 3,25 Mio. t summiert. (St)
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