Milchexporte

Fonterra leidet unter schwachem Euro


Das Management der neuseeländischen Molkereigenossenschaft Fonterra rechnet damit, dass in diesem Wirtschaftsjahr ein Gleichgewicht zwischen Milchangebot und Nachfrage hergestellt wird. Als Reaktion auf die niedrigen Preise würden die Landwirte weniger Milch produzieren, erklärt Vorstandschef John Wilson am Sonntag. In Neuseeland werde die Produktion um 3 Prozent abnehmen, erwartet Wilson.

Für das Finanzjahr 2017 prognostiziert Fonterra einen Ertrag je Aktie von 50 bis 60 NZ-$. Als Milcherzeugerpreis erwartet die Genossenschaft einen Betrag von 4,25 NZ-$ je Kilogramm Milchfeststoff, das sind rund 10 Prozent mehr als im August 2015. Inklusive der gewinnabhängigen Zuschläge könnte sich der Milchpreis damit zwischen 4,75 bis 4,85 €/kg Milchfeststoff bewegen. Er sei sich bewusst, dass die Milcherzeuger vor einem weiteren finanziell schwierigen Jahr stünden, so Wilson. Die Lage auf den Farmen bleibe angespannt. Fonterra bemühe sich deshalb darum, dass so viel Geld wie möglich auf den Höfen ankomme. Ein Hemmnis für höhere Preise seien der starke Neuseeländische Doller und der schwache Euro. Dies beeinträchtige die Wettbewerbsfähigkeit Fonterras auf dem Weltmarkt. (SB)
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