Flächenschätzung

Frankreich: Rüben statt Mais


Die Frühjahrskulturen konkurrieren in Frankreich um eine begrenzte Fläche, weil die Landwirte im Herbst umfangreich Winterkulturen angebaut haben. Das Statistikamt Agreste in Paris geht jetzt davon aus, dass Mais zu den Verlieren gehören wird. In seiner ersten Schätzung zum Anbau 2017 nennt das Amt eine Körnermaisfläche (einschließlich Saatgut) von 1,45 Mio. ha. Sie wäre 2,4 Prozent geringer als der bereits kleine Vorjahresumfang. Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt hat der Anbau um fast 15 Prozent verloren. Französische Maisanbauer sind nach Beobachtung von Agreste frustriert, weil sie zwei Jahre in Folge schwache Erträge eingefahren hatten. Im Frühjahr 2017 war es dann wieder zu trocken.

Stark ausgedehnt haben die Landwirte den Anbau von Zuckerrüben, um nach Ende der Quotenregelung Märkte zu erobern. Im Vergleich zu 2016 ist die Fläche voraussichtlich um 17 Prozent auf 472.000 ha gewachsen. Im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt beträgt der Zuwachs sogar 20 Prozent. Außerdem stehen mehr Kartoffeln auf dem Feld.
Die Winterkulturen haben nach Aussage von Agreste in den vergangenen Wochen durch Trockenheit und Kälte gelitten. Es sei aber noch zu früh, Ertragsschätzungen abzuleiten, so das Statistikamt. (db)
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