Einbruch

Frankreich erntet noch weniger Mais

Französische Landwirte sollen nach Einschätzung des Agraramts France Agrimer noch weniger Mais einfahren als bisher erwartet. Mit knapp 13,3 Mio. t beziffert France Agrimer aktuell die Körnermaisproduktion, das ist ein Rückgang um 26 Prozent beziehungsweise 4,6 Mio. t gegenüber dem Vorjahr.

Damit liegt das Agraramt noch unter der bereits schwachen Prognose der Statistikbehörde Agreste, die unlängst eine Maisproduktion von 13,5 Mio. t in Aussicht stellte. Nicht nur gegenüber 2014, auch im Vergleich zum mehrjährigen Durchschnitt sind die Prognosen für die Maisernte schwach: Es schlägt ein Rückgang im zweistelligen Prozentbereich zu Buche.

Exporte gehen deutlich zurück

Eine geringere Ernte wird den Zahlen von France Agrimer zufolge auch Auswirkungen auf das Maisangebot in der EU haben. Die Ausfuhren sollen 2015/16 auf 5,4 Mio. t zurückfallen, wovon der Löwenanteil am EU-Binnenmarkt abgesetzt wird. In der vorangegangenen Saison hatte Frankreich immerhin 8 Mio. t Mais ausgeführt, auch damals überwiegend in EU-Nachbarstaaten.

Die Weizenernte beziffert France Agrimer mit 40,7 (Vorjahr: 37,5) Mio. t und liegt damit auf einem Niveau mit anderen Schätzern. Gemessen an der Rekordproduktion fallen die Exporte gering aus. In Drittstaaten soll Frankreich nur 11 Mio. t absetzen, nach 11,4 Mio. t im Vorjahr, als die Ernte deutlich kleiner ausgefallen war. Wie auch anderen EU-Exporteuren, setzt Frankreich die Konkurrenz aus den Schwarzmeerländern zu. Im EU-Binnenmarkt prognostiziert France Agrimer einen Absatz von 7,7 (7,9) Mio. t. (pio)
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