Märkte am Morgen: Getreide

Frankreich gewinnt Ägypten-Tender

Weizen: Erneut machten schwache Vorgaben aus Chicago den Pariser Weizenfutures zu schaffen. Der November verliert technisch bedingt 1,25 €/t, auch die späteren Termine geben etwas nach. Frankreich hat mit 180.000 t zwar den Löwenanteil beim neuen Weizen-Tender Ägyptens einheimsen können, doch dies konnte den schwachen Vortag allenfalls etwas abmildern. Weitere 55.000 t Weizen wird die Ukraine nach Ägypten liefern.
 
In Chicago drückten ein fester US-Dollarkurs und die fehlende Wettbewerbsfähigkeit des US-Weizens an den internationalen Märkten auf die Kurse. Die beiden vorderen Termine verloren 5,6 Cent/bushel. Der feste US-Dollarkurs verteuert den US-Weizen. Zum Wochenanfang hatte das USDA auch nur bescheidene wöchentliche Exportanmeldungen von knapp 209.000 t vermeldet.
 
In Russland sind die Weizenkurse im Zuge des festeren Rubels in der Vorwoche wieder angestiegen. Seit Anfang des Jahres hat der Rubel 25 Prozent gegenüber dem US-Dollar verloren.
 
Pakistan ist dabei, eine 20prozentige Einfuhrsteuer für Weizen für das laufende Wirtschaftsjahr zu installieren. Berichten von lokalen Medien zufolge haben die pakistanischen Importeure mehr Weizen gekauft, als sie benötigen und die inländischen Weizenpreise unter Druck gesetzt. Das USDA hatte bereits im Oktober seine Schätzung der pakistanischen Weizenimporte um 500.000 t auf 1 Mio. t reduziert.
 
Mais: Nach zwei schwachen Sitzungen legten die Maisfutures an der Chicagoer Börse 5,6 Cent/bushel zu. Möglicherweise steckt neues Kaufinteresse der Fonds dahinter, denn die offenen Positionen der Maisfutures haben sich in vergangenen fünf Tagen um 40.500 Kontrakte erhöht. Nennenswerte Wetterprobleme gibt es keine, denn die US-Maisernte kommt derzeit gut voran.
 
An der Matif hat sich der Novemberkontrakt mit einem Minus von mehr als 3 €/t und einem Schlusskurs von 136,75 €/t vom Börsenparkett verabschiedet. Die übrigen Termine gaben ebenfalls etwas nach. Neuer Frontmonat ist der Januar, der am Vortag mit 145 €/t schloss. Der aktivste Monat ist allerdings der März, der 4 €/t über den Januarkurs notierte. (St) 
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