Märkte am Morgen: Getreide

Frankreich hofft auf Exporte in die EU

Weizen: Die Weizennotierungen gaben am Mittwoch in Chicago und Paris erneut nach. In den USA gab es nur wenig neue Nachrichten. Die Händler bringen sich für den neuen Wasde in Stellung der heute Mittag Ortszeit vom US-Agrarministerium veröffentlicht wird. Mit größeren Korrekturen gegenüber dem September-Bericht wird nicht gerechnet. Händler vermuten, dass die Weltendbestände minimal gesenkt werden könnten.

In Chicago verlor Weizen gestern zwei Cent auf 4,33 US-$/bushel. An der Matif gab Weizen um 1,25 € auf 161,75 €/t nach und reagierte damit auf den erneut festeren Euro. Frankreich sucht für seinen Weizen verstärkt Absatzwege in innerhalb der EU. FranceAgriMer erwartet, dass diese Ausfuhren in der laufenden Saison auf 8 Mio. t steigen könnten. Das sind 200.000 t mehr als in der September-Prognose und wäre deutlich mehr als der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre (6,7 Mio. t). Bei den Drittlandexporten geht die Behörde weiter von 10,2 Mio. t aus, was dem Fünfjahresdurchschnitt entspricht. Die Bestände zum Ende der Saison 2017/18 sieht FranceAgriMer gegenüber der Septemberschätzung etwas kleiner. Sie werden um 200.000 t auf 3,2 Mio. t gekappt, liegen damit aber noch immer über dem Fünfjahresschnitt von 2,9 Mio. t.

Mais: Auch Mais musste im Vorfeld des neuen Wasde Federn lassen. An der CBoT gab Mais um 3,2 Cent auf 3,46 US-$/bushel nach. Die Matif schloss mit Verlusten von 1,75 € bei 151,50 €/t. Analysten erwarten, dass das US-Agrarministerium die weltweiten Endbestände geringfügig niedriger ansetzt. In Brasilien haben die Analysten von Celeres einen Ausblick auf die neue Maisernte gewagt. Sie rechnen mit einer Gesamtmenge von 95 Mio. t und sind damit optimistischer als die staatliche CONAB (93,5 Mio. t). Einig sind sich die Experten darin, dass die Ernte kleiner ausfallen wird als 2016/17 mit 98,5 Mio. t. Der Rückgang resultiert aus einer Verkleinerung der Anbaufläche für die erste Ernte im brasilianischen Sommer um 15,3 Prozent. Für die Winterernte wird in der Prognose eine Ausweitung der Maisfläche um 5,2 Prozent erwartet. Die CONAB-Experten weisen aber darauf hin, dass Die Pflanzentscheidung für die Winterernte noch ungewiss ist, und von der Preis- und Wechselkursentwicklung abhängt.

Euro/US-Dollar: Nachdem die Gefahr einer Abspaltung Kataloniens von Spanien gebannt zu sein scheint, erholt sich der Euro weiter und läuft wieder in Richtung 1,19 US-$. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1875 US-$. (SB)
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