Getreidequalität

Frankreich mit hohen Hektolitergewichten

In Frankreich herrscht nun Klarheit über die Qualität der diesjährigen Weichweizenernte. France AgriMer hat nahezu alle Proben ausgewertet und gegenüber einer früheren Schätzung Abstriche beim Eiweißgehalt gemacht. Demnach erreichen 92 Prozent der Proben einen Proteingehalt von mindestens 11,5 Prozent, das sind 4 Prozent weniger als bei der ersten Zwischenbilanz aus der vergangenen Woche und liegt auf dem Niveau des Vorjahres. 12 Prozent Protein erreichen nur noch 66 Prozent der Proben (Vorwoche: 72 Prozent).

Verbessert haben sich gegenüber der vergangenen Woche aber die Hektolitergewichte. Nur 4 Prozent der Proben verfehlen die 74 kg. Mehr als 76 kg erreichen 74 Prozent der Proben. Schwache Hektolitergewichte hatten im vergangenen Jahr für große Probleme gesorgt. 2016 hatten nur knapp ein Viertel der Proben die 76 kg erreicht. Auch die Fallzahlen können sich sehen lassen. Bei 84 Prozent der Proben wurden Fallzahlen von mehr als 240 Sekunden gemessen. Das sind ein Prozent mehr als vor einer Woche und 8 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. In die Bilanz aufgenommen wurden alle Proben, die bis zum 28. August an die französische Getreideagentur geschickt worden waren.

In Deutschland hingegen werden seit Beginn der Ernte in den Mühlenlaboren immer wieder zu niedrige Hektolitergewichte bei Weizen festgestellt. Häufiger erreichen sie nicht den Standard von 76 kg/hl. (SB)
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