Qualitätsanalysen

Frankreichs Weizen proteinreich

Die ersten aussagekräftigen Qualitätsergebnisse zur französischen Weichweizenernte liegen vor. Danach sind nur 2 Prozent der Ernte von ausgesprochener Futterqualität – im Vergleich zu einem Anteil von 18 Prozent im Mittel der Jahre 2011 bis 2015. Äußerst schwach sind allerdings die Hektolitergewichte 2016. Mehr als 76 kg/hl weisen in diesem Jahr nur 24 Prozent der Ernte 2016 auf (Durchschnittswert: 80 Prozent). Im Ergebnis stufen die französischen Institute France AgriMer und Arvalis 78 Prozent der Ernte 2016 als mittlere Qualität ein. Von den Proteinwerten und Fallzahlen her wären aber deutlich höhere Klassifizierungen möglich gewesen. Immerhin weisen 81 Prozent der französischen Weichweizenernte 2016 mehr als 12 Prozent Protein auf. Im Mittel der fünf Vorjahre hatten nur 10 Prozent der Ernte solch hohe Proteinwerte.

Gute Backeigenschaften

Hinsichtlich der Fallzahlen weist die Ernte 2016 ebenfalls überdurchschnittliche Ergebnisse auf. Aus der Kombination der inneren Werte schließen France AgriMer und Arvalis, dass die Backeigenschaften des Weichweizens 2016 sehr gut sein werden.

Zur geernteten Weizenmenge wird es Anfang der kommenden Woche neue Zahlen in Frankreich geben. Nach der bisherigen Schätzung der Statistikabteilung des Agrarministeriums (Agreste) von vor einem Monat haben die französischen Landwirte in diesem Jahr 29,1 Mio. t Weichweizen gedroschen. Gemessen an der Rekordernte 2015 fehlen 29 Prozent. Im Vergleich zum Fünfjahresmittel sind es 21 Prozent weniger. (db)
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