Frühjahrsbestellung

Frankreichs Weizenfläche wächst


Die Aussaat von Sommergetreide, Zuckerrüben und Körnerleguminosen ist in Frankreich unter günstigen Bedingungen vorangekommen. Das Statistikamt Agreste in Paris bilanziert in seiner monatlichen Flächenschätzung die Anbautrends zur Ernte 2016. In der April-Statistik fehlen allerdings noch die Zahlen für Mais, der in Frankreich große Bedeutung hat.

Ideale Aussaatbedingungen

Fast alle anderen Getreidearten haben nach Angaben von Agreste deutlich zugelegt. Winter- und Sommergetreide (ohne Mais) nehmen zusammen zur Ernte 2016 nach der April-Schätzung 7,9 Mio. ha ein und stehen damit auf einer um 1,7 Prozent größeren Fläche als im Vorjahr. Den fünfjährigen Mittelwert übertrifft die aktuelle Fläche sogar um 5,9 Prozent. Als Grund nennen die Agrarexperten von Agreste, dass im Herbst fast überall ideale Aussaatbedingungen herrschten, sodass die Landwirte bei Wintergetreide alle Möglichkeiten genutzt haben.

Weichweizen und Durum legen zu

Der Zuwachs der Getreidefläche entfällt zum größten Teil auf Weichweizen, Durum und Wintergerste. Weichweizen, überwiegend in der Winterform, nimmt in Frankreich zur Ernte 2016 nach der Agreste-Schätzung eine Fläche von rund 5,2 Mio. ha ein. Das wären 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Sehr deutlich um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist der Anbau von Durum auf mittlerweile rund 355.000 ha ausgedehnt worden. Auch hier überwiegt in Frankreich die Winterform.

Sommergerste verliert

Bei Gerste hat die Winterform zugelegt und die Sommerform verloren. Wintergerste nimmt zur Ernte 2016 eine Fläche von fast 1,4 Mio. ha ein. Das wären 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Eingeschränkt worden ist der Sommergerstenanbau um 4,3 Prozent auf 441.000 ha. Der Rapsanbau in Frankreich hat im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent auf ziemlich genau 1,5 Mio. ha zugelegt. Im mehrjährigen Vergleich handelt es sich jedoch um eine leicht unterdurchschnittliche Fläche. Weiter im Aufwind befinden sich die Eiweißpflanzen. Die Erbsenfläche 2016 beziffert Agreste auf 162.000 ha und damit 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Zuckerrüben auf größerer Fläche

Schließlich rechnet das Statistikamt mit einem deutlichen Zuwachs der Zuckerrübenfläche. Sie könnte auf 397.000 ha ansteigen. Das wären 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Agreste begründet die Zunahme mit dem bevorstehenden Ende der Zuckermarktordnung. Französische Landwirte wollen offenbar auch künftig vorne dabei sein. (db)
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