Märkte am Mittag

Freimarktbörse sät Hoffnung

Markttendenz
Gestützt wird der Markt von der Nachfrage der Futtermühlen und der verhaltenen Angabebereitschaft der Landwirte. Der Konsum lebt von der Hand in den Mund.
Die globale Weizenbilanz gibt wenig Spielraum für Preisfantasien. Auf der Bremer Freimarktbörse am Donnerstag und beim Commodity-Tag der Nord/LB am Mittwoch waren sich Teilnehmer weitgehend einig, dass sich die Weizenpreise kurzfristig nicht nach oben bewegen werden. Für die Zeit nach Weihnachten sieht vor allem der Handel realistische Chancen, dass es auf dem norddeutschen Getreidemarkt moderat aufwärts gehen könnte. Die Nachfrage aus der Mischfutterindustrie ist stetig und auch die Brotmühlen sind an Ware interessiert. Die Verarbeiter sind jedoch eher bärisch gestimmt, leben von der Hand in den Mund und sind beim Terminkontrakten eher zögerlich. Die Mischfutterwerke haben sich mit Eiweißkomponenten bereits gut versorgt und müssen nur noch kleinere Lücken schließen.

Hauptgrund für das seit Wochen zähe Getreidegeschäft ist die geringe Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft. Wegen der starken Abhängigkeit vom Euro-Dollar-Kurs bleiben Prognosen für den Export schwierig. Die schwachen Getreidequalitäten in Deutschland beschränken aber auch das Exportpotential.

Nach dem gestrigen verhaltenen Kurswechsel der EZB hat der Euro heute deutlich nachgegeben. Der Kurs fiel um rund 2 Cent auf 1,1612 US-$. Dem Weizen hat das nur wenig geholfen. Nach den deutlichen Verlusten in Chicago vom Freitag kann der Dezember an der Maitif aber immerhin um 50 Cent auf 163 €/t zulegen. Raps notiert mittags bei 368,50 €/t unverändert. (SB)
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