Bei diesen Witterungsbedingungen mit ausreichend Feuchtigkeit und viel Wärme wird nicht nur Ertrag gebildet, die Maisbestände gewinnen vor allem an Qualität.
Auch die später gesäten Maisbestände können das schöne Wetter gut nutzen. So ist auch bei Spät- oder Nachsaaten nach den starken Frühjahrsniederschlägen und bei Zweitfruchtmais nach Grünroggen, Ackergras oder GPS noch mit guten Erträgen und Qualitäten zu rechnen; nicht zuletzt auch, weil in diesem Jahr die Vorfrüchte zeitig geerntet werden konnten.

Der ungewöhnliche Entwicklungsvorsprung in der Region „Nord“ bleibt bestehen. Die Bestände sind hier aufgrund eines sehr schönen Frühsommers weiter entwickelt als normal und liegen sogar leicht vor dem südlichen Niedersachsen.
Die Reifeprognose fällt durch diese besonderen Witterungsbedingungen für Niedersachsen sehr ähnlich aus und musste Frühe Sorten werden voraussichtlich in der 39. KW die optimale Silierreife erreicht haben. Mittelfrühe Sorten verhalten sich ähnlich und erreichen im Normalfall ebenfalls in der 39. KW die Erntereife. Lediglich spät abreifende Massetypen mit der Reifezahl S 250 werden später, ähnlich den mittelspäten Sorten, abreifen. Sorten im Reifespektrum S 260 bis S 280 erreichen die Zielwerte für die Silierung in der 40. KW, teilt die LK Niedersachsen mit.

Der Standort Poppenburg in der Hildesheimer Börde zeigt für den Bereich Südostniedersachsen auf guten Böden eine leichte Abreifeverzögerung. Hier zeichnet sich eine um bis zu eine Woche verschobene Abreife gegenüber der Prognose ab. dies muss nicht für alle Bestände gelten, insbesondere leichtere Standorte und Südhanglagen können auch schon weiter entwickelt sein. (az)
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