Märkte am Mittag

Für Ernte 2014 fehlt die Orientierung

Die Marktbeteiligten reagieren auf die aktuelle Situation recht unterschiedlich. Etliche Erzeuger trennen sich angesichts der trotz zuletzt rückläufiger Börsenkurse immer noch attraktiven Gebote jetzt doch rascher von ihren Restbeständen. Weiterhin gibt es aber auch Landwirte die noch kein Ende der Fahnenstange bei der Kursentwicklung sehen wollen.

Bei den Verarbeitern ist unterdessen keinerlei Nervosität zu erkennen. Vor allem bei den Mühlen sorgen die vergleichsweise hohen Forderungen für Kaufzurückhaltung. Gegenwärtig erhalten die Landwirte für A-Weizen im Schnitt etwa 183 €/t netto, frei Erfassungslager. B-Weizen wird mit etwa 180 €/t abgerechnet. Häufig wird von den Verarbeitern  nur der laufende Bedarf geordert.

Abwartend zeigen sich alle Marktteilnehmer auch im Hinblick auf die kommende Ernte. Immer öfter versuchen die Handelspartner bei ihren Gesprächen eine Orientierung zu finden, was offensichtlich nicht ganz einfach ist. Mit Prognosen hält man sich in der Branche jedenfalls sehr zurück.

An der Matif verliert Mahlweizen zum Frontmonat Mai 1,25 €/t gegenüber Vortag und wird nun mit 206,75 €/t bewertet. Der folgende November-Kontrakt gibt 2 €/t nach auf 198,75 €/t. Der Pariser Raps hingegen hat Rückenwind: Der Future zum Frontmonat Mai legt 3,25 €/t auf 413 €/t zu, der August-Termin steigt um 3 €/t auf 376 €/t. (HH) 
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