Märkte am Mittag

Futterweizen gibt im Norden nach


Markttendenz
In Deutschland trennen sich Landwirte von Futterweizen und setzten damit den Preis unter Druck. Mit Brotweizen wird trotz fallender Börsenkurse weiter spekuliert.
Die Weizenernte in Norddeutschland ist noch immer nicht abgeschlossen. Inzwischen wird kaum noch Brotweizen gedroschen. Für Futterweizen ist deshalb ein gewisser Angebotsdruck zu spüren. Im Nordwesten haben die Preise für den September/Dezember-Termin nachgegeben. Die Futtermühlen sind nicht mehr bereit 170 €/t zu zahlen. Die Geldkurse liegen bei 166 bis 168 €/t. Futtergerste (158 bis 160 €/t), und Futterroggen (156 €/t) können sich dagegen behaupten.

Brotweizen wird kaum besprochen. Der Erfassungshandel bekommt keine Ware aus der Landwirtschaft angeboten und die Mühlen signalisieren noch kein großes Kaufinteresse. Impulse aus dem Exportgeschäft fehlen komplett. Brotroggen tendiert weiter fest. Die Ernte in Ostniedersachsen ist noch in vollem Gange. Wegen Problemen mit Fallzahlen und Mutterkorn gibt es deutlich weniger Brotroggen als in den Vorjahren. Im Rheinland und in Westfalen liegen die Brotroggenpreise über denen für B-Weizen. Die Preisvorstellungen der Verkäufer von 180 €/t für Brotroggen franko Rheinland zur Lieferung im September wollen die Mühlen nicht erfüllen. Mit 175 €/t für den September/Dezember-Termin werden für Brotroggen im Rheinland aber etwa 7 €/t mehr bezahlt als für Brotweizen.

An der Matif gibt Weizen nach. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis auch der Dezember die 160-Euro-Marke unterschreitet. Am Montagmittag notiert der Dezember bei 161,25 €/t mit 75 Cent im Minus. An der CBoT verliert der Dezember 2 Cent auf 4,40 US-$/bushel.

Regenfälle sorgen auch bei der Bohne für rote Vorzeichen. Der September gibt um 7 Cent auf 9,31 US-$/bushel nach. Europäischer Raps bewegt sich weiter seitwärts. Der November verliert 25 Cent auf 367,25 €/t. (SB)
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