Märkte am Mittag

Futterweizen im Nordwesten gefragt

An der Rheinschiene gibt es noch einzelne Aktivitäten von Mühlenseite. Die Prämien auf die Matif-Notierung liegen für die Termine im alten Jahr und die Anschlusstermine 2015 bei 2,00 bis 3,00 €/t über der Matif.

Mühleneinkäufer konnten zuletzt Weizen franko Niederrhein mit 163 €/t für November/Dezember und mit 166 €/t für Januar/März beschaffen. A- und E-Weizen sind vernachlässigt, es gibt keine Ansätze. An der Matif notierte Weizen am späten Mittag nach einem kleinen Plus bei 161 €/t.
 
Im westfälischen Raum halten sich die meisten Mühlen zurück, da keine neuen Mehlgeschäfte für das alte Jahr anstehen. Die Quotierungen für Weizen schwankten je nach Region zwischen 5,00 und 8,00 €/t. Der Hamburger Markt, von dem sich Prämien von 8,00 bis 9,00 €/t für Weizen mit 11,5 Prozent Protein ableiten lassen, färbt vor allem auf die nördlichen Teile Westfalens ab. In den südlichen und östlichen Landesteilen liegen die Prämien an der unteren Bandbreite. Aber auch dort müssen die Mühlen mindestens Preise auf Futterweizen-Niveau anlegen.
 
Die lebhafte Nachfrage nach Futterweizen in den Veredlungsregionen hält an. Zum einen verzögert sich die Körnermaisernte und es gibt kurzfristigen Bedarf, zum anderen finden auch die Anschlusstermine Kaufinteresse bei der Mischfutterindustrie. Frachtfrei Südoldenburg wurden für November/Dezember 163 bis 164 €/t bezahlt. Für Januar/Juli werden Preise von 170 bis 171 €/t frachtfrei Südoldenburg/Westfalen genannt.
 
Das Futterweizenangebot war überschaubar und die Nachfrage ließ sich nur knapp decken. Die Landwirtschaft hält verstärkt Ware zurück und hofft auf bessere Preise. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Landwirte erst wieder im neuen Jahr an den Markt kommen, wenn sie liquide Mittel für Düngemitteleinkauf benötigen.

Aber auch die Logistik erschwert das Getreidegeschäft, denn die Zuckerrübenkampagne bindet das Gros der Lkw-Kapazitäten. Futtergerste hatte nur verhaltene Nachfrage. Die Kurse liegen mit 160 €/t für die Termine im alten Jahr etwas unter den Weizenpreisen.
 
Der Rapshandel am Kassamarkt findet wenig Beachtung. Das Angebot ist mager, aber auch das Kaufinteresse überschaubar. Nur vereinzelt kommen kleinere Rapspartien für das alte Jahr oder für Januar/März heraus. Die Prämien auf die Matifnotierungen haben sich kaum verändert und die Preise gaben mit den schwächeren Terminmärkten nach. An der Matif notierte Raps am späten Mittag für den Dezembertermin bei 317 €/t und stand unter Druck. (St)
stats