Milchmarkt

Gedämpfte Stimmung

Wegen des russischen Importstopps bleibt die Stimmung jedoch in der gesamten EU gedämpft. Auch sollte man die Superabgabe nicht aus dem Auge verlieren, heißt es beim Bauernverband. Tatsächlich haben sich wegen dieser Handelssanktionen bereits einige Bestände gebildet.

Dies führt zu ersten Preiszugeständnissen, die aber vornehmlich den Spotmarkt betreffen. Insgesamt verläuft jedoch die Vermarktung von Molkereiprodukten noch durchaus freundlich.

Stärker unter Druck geraten ist zuletzt allerdings Butter. Seit Anfang September gelten neue Preise für gepackte Ware im Einzelhandel. Dies wird in den niedrigeren Notierungen sichtbar.

Nach Auskunft der Butter- und Käsebörse in Kempten liegen die Erlöse für Butter auf dem niedrigsten Niveau seit 2012. Mit einem Ladenpreis pro 250-Gramm-Päckchen von 85 Cent wurde die jüngste Entwicklung auch umgehend an den Verbraucher weitergegeben.

Bei Blockbutter gehen Marktbeobachter davon aus, dass wohl eine Beendigung der Talfahrt stattgefunden hat. Steigende Binnennachfrage sowie Stützungsmaßnahmen, die von der EU angekündigt wurden, könnten eine Bremswirkung erzielen.

Auch am Markt für Magermilchpulver ist eine leichte Belebung eingetreten. Allerdings wurden seit Anfang Juli die Forderungen für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität stark zurückgenommen. Nun hofft man, dass sich der Export durch ein günstigeres Währungsverhältnis Euro/Dollar verbessern könnte.

Nicht konkurrenzfähig bleibt dagegen Vollmilchpulver aus Deutschland. Lediglich Molkenpulver in Futtermittelqualität ist der einzige Artikel der mit einer deutlich festeren Tendenz gehandelt wird. (HH)
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