Etliche Anzeichen deuten in Süddeutschland auf gute Erträge hin, wenngleich vor allem in den fränkischen Landesteilen noch Niederschläge erhofft werden. Wegen der schwachen Preisentwicklung macht sich in der Landwirtschaft jedoch allenhalben Enttäuschung breit und die Stimmung ist gedrückt. Die Lage am hiesigen Weizenmarkt hat sich zu Beginn dieser Berichtswoche noch einmal leicht abgeschwächt. So bleiben die Erzeugererlöse in den meisten Regionen auf niedrigem Niveau. Zum Teil haben sich die Kurse für B-Weizen sogar nochmals leicht abgeschwächt. Auch Aufmischweizen kann sich nur knapp behaupten. Die vergleichsweise niedrigen Gebote motivieren die Erzeuger nur wenig, mit ihren Restbeständen auf den Markt zu kommen. E-Weizen findet ohnehin nur sehr geringe Beachtung.

Der Erfassungshandel ist vornehmlich mit der Abwicklung bestehender Kontrakte beschäftigt. Neue Geschäftsabschlüsse gab es kaum, und wenn doch, oft nur zu rückläufigen Kursen. So werden frachtfrei südbayerischer Empfangsstation für alterntigen B-Weizen um 165 €/t notiert. Für A-Weizen legen die Verarbeiter 175 bis 180 €/t franko an. Die Nachfrage seitens der Mühlen blieb allerdings weiterhin verhalten. Lediglich vereinzelt wird Ware nachgefragt. Das Geschäft mit der neuen Ernte kommt noch immer nicht so richtig in Schwung. Hier wirken sich die hohen Ertragerwartungen in der EU, der Schwarzmeerregion und in den USA aus. Neuertiger B-Weizen wird frachtfrei südbayerischer Empfangsstation, Lieferung September/Dezember mit etwa175 €/t notiert. Für A-Weizen werden um 180 €/t genannt. Nennenswerte Neuabschlüsse sind allerdings eher selten.

Nach den Verlusten vom Freitag kann sich Weizen an der Matif heute erholen. Der September-Future für Weizen Nr. 2 gewinnt bis zum Mittag 2,50 €/t und notiert bei 177,00 €/t. August-Raps steht mit 354,50 €/t nahezu unverändert wie auch Juni-Mais mit 154,75 €/t. (HH/SB) 
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