Märkte am Mittag

Gefahr von Pilzinfektionen steigt

Gerstenfeld in Baden bei Karlsruhe
-- , Foto: da
Gerstenfeld in Baden bei Karlsruhe

Goldgelb präsentieren sich die Gerstenbestände in Süddeutschland vor allem in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz. In zehn Tagen dürfte es mit der Ernte losgehen, lautet die Einschätzung von Landwirten. Doch gibt es immer wieder sehr lückenhafte Schläge, wo sich noch grüne Seitentriebe entwickeln.

Insofern dürfte es keine homogene Ernte bei der Gerste werden. Die Erzeuger bleiben in Deckung. Allerdings sind sie von den aktuellen Preisen wenig begeistert. Die ex Ernte-Gebote von Seiten des Handels liegen zwischen 140,00 bis 145,00 €/t. Viele Landwirte wollen deshalb von den Einlagerungsmodellen des Handels Gebrauch machen.

Demnach können sie die Ware beim Handel bis zu einem Jahr einlagern und sich für einen in der Ferne liegenden Verkaufszeitpunkt festlegen. Die Rapsernte dürfte sich noch bis Anfang Juli in den Frühdruschgebieten hinauszögern.

Große Erleichterung in der Landwirtschaft im Norden brachten die ergiebigen Regenfälle in der vergangenen Nacht. Jetzt dürfte so gut wie nichts mehr schief gehen. Anders sieht es bei den Kollegen in Nordrhein-Westfalen aus. Die schweren Unwetter haben viel Getreide ins Lager gehen lassen.
Die Unwetterschäden im Rheinland sind regional sehr unterschiedlich ausgefallen, es gibt noch keinen genauen Überblick. Ersten Berichten zufolge ist der Weizen in einem breiten Streifen von Aachen, über Aldenhoven, Tietz, bis Rommerskirchen zum Teil stark ins Lager gegangen. Die Gerste soll weniger betroffen sein.
Die Gefahr von Pilzbefall ist derzeit sehr hoch. Wer kann, fährt nun mit der Pflanzenschutzspritze auf das Feld, um Infektionen vor allem im Weizen zu vermeiden.

Die Entwicklung an den Warenterminbörsen werden ohne nennenswerte Auswirkungen von den Marktteilnehmern beobachtet. Solange sich die Weizennotierungen unterhalb von 200 €/t bewegen, lassen die Landwirte die Finger von Vorkontrakten. Heute mittag notiert der Novemberkontrakt für Weizen an der Warenterminbörse in Paris um 1,25 €/t höher auf 192,00 €/t. Auch Raps für August gibt sich freundlich gestimmt und erhöht um 0,75 auf 345,25 €/t. (da)
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