Märkte am Morgen: Ölsaaten

Gegenreaktion im Sojakomplex

Sojakomplex: In einer Gegenreaktion auf die sehr schwachen Vortage und Notizverluste von um die 50 Cent/bushel nach der USDA Report kann sich der Sojakomplex in einer späten Rally wieder fangen. Die Bohne schließt 5,2 Cent/bushel für März fester und wurde von der 10 US-Dollar-Marke gut unterstützt. Auch Schrot legt für die beiden vorderen Termine 1,90 US-$/short-ton zu.
 
Die Aussichten für die südamerikanischen Sojabohnenernten sind weiterhin gut. In Brasilien kommen Regenfälle den Beständen in den großen Anbauregionen zugute, lediglich im Nordosten ist es zu trocken. Die Getreidebörse in Rosario dämpft jedoch die Erwartungen für die argentinische Sojabohnenernte etwas. Sie korrigiert die vorangegangen Schätzung um 500.000 t auf 54,5 Mio. t nach unten. In Paraguay bringen die ersten sehr früh gesäten Bohnen schwache Erträge, die Ergebnisse sind aber wenig aussagefähig.
 
China hat im Dezember nach Angaben des chinesischen Zolls mit 8,5 Mio. t Sojabohnen-Importen einen neuen Rekord aufgestellt und deutlich mehr Bohnen eingeführt, als das Wirtschaftsministerium schätzte. Die Rekordzahlen liegen 15,3 Prozent über den Vergleichswert des Vorjahres.
 
Raps: Raps stand im Sitzungsverlauf mit zwischenzeitlich schwachen Sojabohnen unter Druck. Zeitweise geben die Rapskurse mehr als 3 €/t nach. Bei Börsenschluss steht hinter dem Februar nur noch ein Minus von 1,75 €/t. Die Aktivitäten an der Matif blieben rege, es wurden mehr als 9.900 Kontrakte gehandelt. Die etwas schwächere Tagestendenz wurde auch durch die ruhigere Kassamarktnachfrage beeinflusst, denn viele Ölmühlen haben sich für den Januar vom physischen Markt zurückgezogen.
In Winnipeg schließen die beiden vorderen Canola-Termine fester, der März legt 3,70 Can-$/t zu. Die neue Ernte bewegt sich im roten Bereich.
 
Rohöl: Die Notierungen können sich kurzfristig fangen und von ihrem tiefsten Stand seit fünfeinhalb Jahren erholen. Brent Crudöl legte 2,10 US-$/Barrel zu, WTI macht 2,59 US-$/Barrel Boden gut. Die Preise für die beiden führenden Ölsorten haben sich inzwischen nahezu angeglichen. Heute Morgen sind die Vorzeichen am Rohölmarkt bereits wieder rot. (St)
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