Märkte am Mittag

Geringe Umsätze bei festen Preisen

In einigen Teilen Nord- und Ostdeutschlands soll das Angebot an Weizen allmählich sogar knapp werden, heißt es in Handelskreisen. Im Süden werden dagegen noch größere Vorräte auf den bäuerlichen Betrieben vermutet. Aber auch hier folgen die Kurse der Warenbörsen den internationalen Vorgaben.

Nach Auskunft des Bayerischen Müllerbundes liegen die Einstandspreise der Verarbeiter für A-Weizen aktuell zwischen 190 und 200 €/t franko. Die Erzeuger erhalten im Schnitt für A-Weizen zwischen 175 bis 190 €/t netto, frei Erfassungsbetrieb.

Die gestiegenen Preise haben die Abgabebereitschaft der Landwirte durchaus stimuliert. Das größere Angebot stößt allerdings auf eine anhaltend ruhige Nachfrage der Verarbeiter. Vor allem die Mühlen zeigen sich auf Grund ihre guten Versorgungslage bei den Verhandlungen recht zugeknöpft.

Die relativ hohen Forderungen haben zudem das Interesse italienischer Abnehmer für Futterweizen etwas reduziert. Dass der physische Markt sehr verhalten läuft erkennt man auch an dem Umstand, dass es den Produktenbörsen zum Teil schwer fällt, repräsentative Großhandelsreise zu ermitteln. 

Die Saatenstände für die kommende Ernte sehen noch gut aus, doch warten die Landwirte nun dringend auf Niederschläge. Für Weizen aus der neuen Ernte gibt es ganz vereinzelt bereits erste Verkäufe aus der Landwirtschaft.  

Brotroggen kann sich dem allgemeinen Trend der Getreidemärkte nicht entziehen und wird ebenfalls fester bewertet. Die noch zu vermarkteten Mengen sind mittlerweile stark geschrumpft. Über die kommende Roggenernte wird noch nicht gesprochen.

An der Matif in Paris geben die Weizenkurse heute Mittag auf weiterhin hohem Niveau nach. Der Mai-Kontrakt verliert 1,25 €/t gegenüber Vortag und wird mit 210 €/t bewertet. Der November-Termin gibt ebenfalls 1,25 €/t und wird mit 203,25 €/t notiert. Der Pariser Raps zum Frontmonat Mai gibt heute Mittag 2,25 €/t nach auf 400,50 €/t. (HH)
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