Märkte am Mittag

Gerste kommt aus den Schlupflöchern


Eigentlich ist es die Vorfreude auf die Feiertage, dass es zu keinem größeren Aufschrei an den Märkten kommt. Denn anhaltender Dauerfrost setzt den Kulturen zu, die unterhalb der Mainlinie ungeschützt den Minustemperaturen ausgesetzt sind.

Auch wollen Pflanzenbauberater nicht mehr ausschließen, dass auch Wintergetreide und Raps, die vor allem in Nord- und Ostdeutschland unter einer dicken Schneedecke liegen, Schaden nehmen könnten. Die Sauerstoffzufuhr ist begrenzt, denn eigentlich müsste längst die Vegetationsruhe beendet sein.

Marktteilnehmer wollen nicht ausschließen, dass es nach Ostern richtig zur Sache geht. Denn es ist kein Frühlingswetter in Sicht zudem wird mit der Versorgung aus alter Ernte eng. Immer häufiger werden für Weizen und Gerste von der Verarbeitungsindustrie kurzfristige Lieferungen für April angefragt.

Hinzu kommen reichlich Lizenzen, die noch einiges an Exporten auch aus Deutschland für Weizen und Gerste erwarten lassen. Insofern könnte es Anfang April richtig spannend werden.

Einen Vorgeschmack liefert die Pariser Börse. Hier konnte sich heute morgen Weizen für den Termin Mai um 0,75 auf 245,75 €/t verbessern. Der November legt um 0,75 auf 217,25 €/t zu.

Noch größere Sprünge werden bei Raps verzeichnet. Bis zum Mittag gibt es bei Raps ein Plus von 4,00 auf 483,50 €/t für den Mai-Termin, wer hätte dies noch vor vier Wochen zu wagen geglaubt. Ausfälle von Rapslieferungen aus Australien, die eigenlich für deutsche und europäsiche Ölmühlen vorgesehen waren, stützten die feste Tendenz. (da)
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