Sächsische Landwirte erzielen aktuell 170,00 bis 175,00 €/t für E-Weizen, 160,00 bis 165,00 €/t für A-Weizen und rund 155,00 €/t für B-Weizen. Futterweizen bringt 135,00 bis 140,00 €/t. Insgesamt wollen Marktteilnehmer nicht ausschließen, dass die Prämien für Qualitätsgetreide sich weiter stabilisieren. Der Anfall ist einfach geringer als in den Vorjahren. Zudem seien auch die Betriebskosten höher, heißt es in der Landwirtschaft.

Am Terminmarkt setzt sich zum Wochenanfang die schwächere Tendenz beim Weizen fort. An der Matif notierte der November zur Mittagszeit bei 172 €/t und damit um 2,25 €/t schwächer als am Freitag. Raps beendet die Aufwärtsbewegung vom Freitag und notiert heute Mittag mit 327,75 €/t etwas schwächer.

Sächsische Landwirte nutzen jede Regenpause, zumal durch die vorhergesagte kühle Witterung der kommenden Tage die Druschzeit kurz wird. Nach wie vor zeigt sich ein breites Spektrum an Qualitäten. Einige Landwirte berichten von niedrigen Fallzahlen und Sorgen wegen des Fusarienbefalls. Andere Betriebe sind überrascht von den guten Qualitäten ihres Weizens.

Sachsen-Anhalt hat seine Ernte zu 80 Prozent abgeschlossen. In Mecklenburg-Vorpommern sind etwa 60 Prozent erledigt. Größere Qualitätsunterschiede sind hier nicht zu vermelden. Die Proteingehalte sind dünner als im Vorjahr. Während die Fallzahlen bisher keinen Grund zur Sorge bereiteten, scheinen seit dem Wochenende aus dem Süden erste Partien mit niedrigeren Fallzahlen anzukommen. (heu)
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