Märkte am Mittag

Geschäft mit Verarbeitern läuft


Die Weizenkurse an der Matif geben zur Wochenmitte nach. Gegen Mittag notiert der Frontkontrakt September für Mahlweizen ‚No. 2‘ an der Pariser Börse mit 191,25 €/t, das sind 1,25 €/t weniger als am Vortag. Der Dezember-Future gibt ebenfalls 1,25 €/t nach und wird mit 193,25 €/t bewertet. Auch der Raps-Future liegt leicht in den roten Zahlen: Mit 391,25 €/t notiert der August-Future 0,75 €/t schwächer als am Vortag.

Der erneute Fall der Weizenkurse unter die 200-Euro-Marke dämpft die Abgabebereitschaft seitens der Erzeuger, ist aus dem norddeutschen und nordostdeutschen Markt zu hören. Die Prämien für neuerntige Ware sind wieder abgeschmolzen. B-Weizen franko Hamburg Basis Matif-Dezember-Termin und Lieferung im September wird mit Prämien von maximal 1 €/t bewertet, also mit 194,25 €/t.

Polnischer Weizen fließt nach Westen

Mühlen kaufen kleinere Partien alterntigen Weizen, um ihren Anschlussbedarf zu decken. Da das Angebot an solcher Ware hierzulande „gegen Null“ geht, wie Branchenteilnehmer berichten, findet immer wieder polnischer B- und A-Weizen aus der alten Ernte seinen Weg nach Deutschland. Vor allem in grenznahen Regionen ist das der Fall. Das Preisniveau ist schwer zu greifen und dürfte für B-Weizen bei 188 €/t liegen – je nach Bedürftigkeit aber auch deutlich darüber.

Neuerntiges Exportgeschäft zeichnet sich derzeit nach Auskünften aus dem Hamburger und Rostocker Markt weder für Gerste noch für Weizen ab. Durch die Hausse vor eineinhalb Wochen mit Matifkursen um 207 €/t für Mahlweizen habe sich der europäische Markt im internationalen Wettbewerb „ausgepreist“, heißt es.

Unterdessen decken sich die Mischer im Norden, Nordwesten und Nordosten mit Futtergerste ex Ernte jeweils aus der Region ein. Franko Südoldenburg waren Preise von 172 €/t ex Ernte, 176 €/t für den Termin September bis Dezember, und 181 €/t für Januar bis Juni 2016 zu hören. Zu den späteren Terminen sind aber weniger die Mischer, als der Handel aktiv. (pio)
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