Krim-Krise

Getreideexporte über Odessa


Den geplanten Anschluss der bisher zur Ukraine gehörenden Krim an Russland bekommt auch die Agrarwirtschaft zu spüren. Für den Getreideanbau selbst spielt die Halbinsel im Schwarzen Meer allerdings eine untergeordnete Rolle, berichtet Agra Europe London. Lediglich 1,2 Prozent der ukrainischen Getreideernte 2013 seien auf der Krim gedroschen und zudem weitgehend in der Region verbraucht worden.

Größer ist die Bedeutung der Krim-Häfen für die Exportverladungen von Getreide. Agra Europe beruft sich auf lokale Frachtunternehmen, die neue Handelsströme erwarten. Nach Landesquellen verfügen die drei Krimhäfen Sewastopol, Kertsch und Feodosia über Verladekapazitäten für zusammen 5,4 Mio. t. Diese Mengen müssten künftig über die Schwarzmeerhäfen Odessa, Nikolajew und Kherson abgewickelt werden. (db)
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