Märkte am Mittag

Getreidehandel ruht

Die Notierungen an den internationalen Terminbörsen schwächeln zeitweise leicht. Diese Entwicklung wurde bislang im sehr ruhigen Tagesgeschäft kaum beziehungsweise gar nicht nachvollzogen, heißt es im Handel.


Der physische Markt ist allerdings weiterhin verhalten und es wurden zuletzt kaum nennenswerte Weizenpartien umgesetzt. Die meisten Mühlen und Kraftfutterwerke sind wohl tatsächlich  bis zur Jahreswende ausreichend gedeckt. Das laufende Bedarfsgeschäft wird ohnehin vornehmlich durch die Abwicklung bestehender Kontrakte bedient.


Viele Landwirte sind zudem mit der Herbstaussaat oder der Zuckerrüben- und Maisernte beschäftigt, sodass eine Vermarktung von Lagergetreide nicht immer Priorität hat. Zudem hoffen die Landwirte auf wieder deutlich steigende Erlöse.  Aus einer kürzlich gemachten Umfrage des Bayerischen Müllerbundes in München geht in der Tat hervor, dass das Verkaufsverhalten der bäuerlichen Erzeuger ausgesprochen gering ist. Knapp 60 Prozent der Müller gaben an, dass die Verkaufsbereitschaft der Landwirte sehr verhalten ist. Gut 35 Prozent klagten sogar darüber, dass ihnen aus der Landwirtschaft fast gar kein Brotgetreide angeboten wird. Mit einer kurzfristigen Trendwende ist jedenfalls nicht zu rechnen. (HH)
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