Märkte am Mittag

Getreidepreise wenig verändert


Markttendenz:
Die Weizenpreise tendieren knapp behauptet bis seitwärts und werden von kleinem Angebot gestützt. Bei Rapssaat schlagen sich die schwächeren Börsennotierungen  ungebremst an den physischen Märkten nieder. 
Das nominelle Preisniveau für Brotweizen hat sich im westdeutschen Raum in den vergangenen Tagen so gut wie nicht bewegt. Die Kurse haben allenfalls nominellen Charakter. Sowohl die großen rheinischen als auch westfälischen Mühlen sind als Käufer nicht präsent. Aber auch die Angebotsseite hält sich bedeckt und es wird nur wenig Weizen offeriert. Es gibt allerdings einzelne Anfragen für Deckungskäufe des Handels, die sich  bei fehlendem Angebot nur mühsam bedienen lassen. In Westfalen bestimmt das Preisniveau der Mischfutterindustrie zudem die Backweizenpreise und die Mühlen sind nicht geneigt, auf diesem Niveau einzusteigen. Die nominellen Weizenpreise zu den westdeutschen Mühlen bewegen sich bis Juni zwischen 177 und 178 €/t.
 
Am Terminmarkt wurde die Talfahrt beim Weizen heute im Mittagshandel gestoppt. Der Mai legte an der Matif wieder leicht zu und notierte mit 169 €/t, da sich der Euro gegenüber dem Dollar etwas ermäßigt hat und mit 1,078 US-$ notiert.
 
Die überschaubaren Nachfrageimpulse am westdeutschen Getreidemarkt kommen fast ausschließlich von der Mischfutterindustrie und der Veredlungswirtschaft. Die Futterweizen-Preise halten sich knapp oder bewegen sich nur minimal. Ein Zeichen, dass das Angebot an Futterweizen, aber auch an Triticale, Futterroggen und Futtergerste äußerst überschaubar ist. Für Futterweizen frachtfrei Südoldenburg oder Westfalen wurden 179 bis 180 €/t für Lieferung April/Juni genannt. Die holländischen Käufer passten ihre Gebote dagegen etwas nach unten an. Franko Südholland lassen sich für Futterweizen 175 bis 176 €/t für den durchgehenden Termin bis Juni erzielen.
 
Der Preisdruck am Rapsmarkt hält unvermindert an. An der Matif fiel der Kurs für die alte Rapsernte auf 407 €/t ab. Der neuerntige August-Termin verliert im Mittagshandel ebenfalls und rutscht unter die Marke von 370 €/t. Am Kassamarkt haben sich die Prämien auf die Matif trotz des Kursverfalls der Börse abgeschwächt. Auf Neuss werden für April/Juni nur noch Prämien von 11 €/t genannt. Auf Hamm hält das Kaufinteresse des Großhandels die Prämien 16 €/t auf Matif-Mai auf hohem Niveau. (St) 
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