Nach zwei riesigen Ernten sind die Getreidesilos weltweit gut gefüllt.
-- , Foto: W. Broemme/H.J. Bielke/pixelio.de
Nach zwei riesigen Ernten sind die Getreidesilos weltweit gut gefüllt.

An der vierten Stelle ändert sich etwas: Der IGC beziffert in seinem heute veröffentlichten Monatsbericht die globale Getreideerzeugung (ohne Reis) in der Saison 2014/15 auf 2.000 Mio. t. Vor einem Monat war die Schätzung mit 2.006 Mio. t noch etwas höher. Damit ist für den IGC jetzt entschieden, dass die Ernte 2013/14 mit 2.001 Mio. t das bisherige Rekordergebnis der Geschichte gebracht hat.

Für die Märkte ändern diese kleinen Korrekturen auf der Angebotsseite aber gar nichts: es bleibt dabei, dass zwei riesige Ernten überall auf der Welt die Silos gut gefüllt haben. Deswegen endet die aktuelle Saison mit hohen Vorräten. Der IGC schätzt die Endbestände 2014/15 jetzt auf 429 Mio. t Getreide, darunter 198 Mio. t Weizen und 191 Mio. t Mais.

Jetzt richtet sich der Blick zunehmend auf das neue Wirtschaftsjahr, das unter dem Eindruck dieser hohen Vorräte steht. Sie können Defizite abpuffern, die sich durch den voraussichtlichen Rückgang der Getreideerzeugung um 3 Prozent abzeichnen. Denn der IGC rechnet damit, dass die Weizennachfrage 2015/16 weiter ansteigen wird. Dagegen könnte sich der Maiseinsatz im Futter leicht nach unten bewegen.

Unter dem Strich wird der Verbrauch jedoch nicht so stark sinken wie die Erzeugung. Deswegen kalkuliert der IGC über alle Getreidearten, dass die Bestände im Verlauf der Saison 2015/16 schrumpfen könnten. Ein Rückgang um etwa 5 Prozent gemessen am hohen Ausgangsniveau beunruhigt den Getreiderat jedoch nicht. „Die Endbestände 2015/16 bleiben komfortabel“, lautet die aktuelle Prognose in London. (db)
stats