Märkte am Morgen: Getreide

Gewinne aufgrund kleinerer US-Weizenfläche

Weizen: Weizen geht sowohl in Chicago als auch in Paris mit deutlich positiven Vorzeichen aus der Woche. Ausschlaggebend ist die kleinere Anbaufläche für den US- Weizen. Sommerweizen wird vom USDA mit 10,9 Mio. Acres sechs Prozent geringer als im Vorjahr und unter den Erwartungen vom März in Höhe von 11,3 Mio. Acres gesehen. Die gesamten Weizenflächen liegen mit 45,7 Mio. Acres unter den Erwartungen von 46,1 Mio. Acres. Winterweizen allein wird mit 32,8 Mio. Acres ebenfalls neun Prozent unter dem Vorjahr gesehen. Die US-Weizenbestände per 1.Juni liegen allerdings bei 1,18 Mrd. Bushels und fallen damit gut 21 Prozent höher als im Vorjahr und als erwartet aus. Die westlichen Gebiete der Plains allerdings sehr trocken. Auch in der kommenden Woche können noch hohe Temperaturen hinzukommen. Der Juli in Chicago schließt mit 5,11 US-Dollar/Bushel und damit 6,4 Prozent höher als am Vortag.

In Paris geht der Weizen ebenfalls mit grünen Vorzeichen aus der Woche. Der September schließt am Freitag mit 176,50 €/t und damit 3,25 €/t höher als am Donnerstag. Die Europäische Kommission hat ihre Erwartungen an die EU- Ernte um mehr als zwei Mio. t auf 138,9 Mio.t herabgestuft. Grund sind die Auswirkungen der Hitzewelle.

Mais: Mais kann diesseits und jenseits des Atlantiks ebenfalls Gewinne verbuchen. Allerdings fallen sie nicht so deutlich aus wie beim Weizen. Eine größere Fläche und höhere Bestände begrenzen die Gewinne. Mais profitiert aber von den Entwicklungen beim Weizen. Die Anbaufläche für den US-Mais liegt bei 90,9 Mio. Acres für die Produktion in 2017. Das sind knapp 1,0 Prozent mehr als im März, aber 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Per 1. Juni werden für die Maisbestände bei 5,2 Mrd. Bushel und damit über den Erwartungen und knapp 11 Prozent größer als im vergangenen Juni gesehen. Der Juli gewinnt knapp drei Prozent auf 3,7050 US-Dollar /Bushel.

Mais in Paris zeigt sich ebenfalls freundlicher, allerdings auch in kleinerem Umfang als der Weizen. Der August gewinnt lediglich 0,25 €/t auf 174,75 €/t hinzu. (dg)
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