Märkte am Morgen: Getreide

Gewinne werden mitgenommen

Weizen: An der Matif gaben die Weizenkurse zum Wochenschluss deutlicher nach. Der November verliert 4,50 €/t, der Januar 3,25 €/t. Gewinnmitnahmen und der Vorzeichenwechsel der Chicagoer Weizennotierungen sorgten für Druck. Schließlich legte der November an den drei vorangegangenen Handelstagen in Paris 10,50 €/t zu. Ein Großteil dieser Notizgewinne dürfte allerdings auf technische Einflüsse zurückzuführen sein.
 
In Chicago das gleiche Bild: Gewinnmitnahmen brachten die Kurse bis zu 9,2 Cent/bushel in den roten Bereich. Zuletzt hatten Shortabdeckung der Fonds und höhere Mais- und Sojapreise für steigende Notierungen gesorgt. Nach dem Börsenbericht haben die Anleger in der Vorwoche ihre Short-Positionen um 9.000 Kontrakte abgebaut.
 
In Russland deutet sich eine kleinere Weizenernte als im Vorjahr an. Die Analysten von SovEcon erwarten keine 50 Mio. t mehr. Zu wenig Niederschläge im europäischen Teil Russlands und der schlechte Zustand der Bestände ließen ein erhebliches Auswinterungsrisiken erwarten, so ihre Einschätzung. In diesem Jahr hatte Russland eine Weizenernte von 59 Mio. t eingefahren.  
 
Laut einer Umfrage von Bloomberg wird Australien möglicherweise nur 23,2 Mio. t Weizen ernten (Vorjahr 27 Mio. t). Die offizielle australische Prognose lag zuletzt noch 1 Mio. t darüber. In Western Australia, dem größten Weizenanbaugebiet des Kontinents haben zudem Unwetter den Beständen stark zugesetzt.
 
Mais: Die festere Tendenz der Vortage ist erst einmal vorbei. In Chicago gaben die Maisnotierungen 6,6 Cent/bushel nach und neutralisierten die Gewinne der vorangegangen sitzen wieder komplett. Gutes Wetter in US-Maisgürtel lässt auch für diese Woche erhebliche Fortschritte bei der US-Maisernte erwarten. Die Fonds steckten in der Vorwoche wieder Geld die Maisfutures und vergrößerten ihre long-Positionen um mehr als 38.000 Kontrakte.
 
Schwachen Vorgaben vom Weizen und aus Chicago ließen die Notierungen an der Matif schwächer schließen. Der November verliert 1,25 €/t, der aktivste Monat März 3,25 €/t nach. Der Börsenhandel war mit fast 6.300 Kontraktabschlüssen äußerst aktiv. Die offenen Positionen für den in der kommenden Woche auslaufenden Novemberkontrakt bauen sich weiter ab. (St)
 
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