Märkte am Morgen: Getreide

Gewinnmitnahmen belasten

Weizen: In einem ruhigen Handel zwischen den Jahren gaben die Weizennotierungen an der Matif die Hälfte ihrer Vortagsgewinne wieder ab. Der März verlor 0,75 €/t und schloss mit 166,50 €/t. Die europäischen Weizen-Futures der CME schließen unverändert. Die Nachrichtenlage war dünn. Der europäische Terminmarkt ließ sich von der schwächeren Chicagoer Sitzung beeinflussen, ein fester US-Dollarkurs stützte  allerdings etwas.
 
In Chicago setzen nach der Short-Rally des Vortrags wieder Gewinnmitnahmen ein. Die Notierungen büßten die Hälfte ihrer vorherigen Gewinne wieder ein. Der März schloss  nach einem Minus von 8 Cent/bushel mit 4,01 US-$/bushel. Die Fonds halten beim Chicago Weizen sehr hohe Short-Positionen und haben ihre Wetten auf fallende Weizenpreise zuletzt noch einmal deutlich ausgebaut. Mit Wahrscheinlichkeit lassen sich daher künftig kurzfristige Kurssprünge nach Positionsbereinigungen und Shorteindeckungen erwarten.
 
Die Ukraine hat bisher mehr Weizen als im Vorjahr vermarktet. Zum Stichtag 1. Dezember lagen die Weizenbestände laut offizieller Statistik mit 10,1 Mio. t etwa 2,4 Mio. t niedriger als 2015, und das bei einer Weizenernte, die mit 27 Mio. t nur geringfügig niedriger als im Vorjahr   ausgefallen war.
 
Mais: Auch bei Mais setzen Gewinnmitnahmen, Positionsbereinigungen vor dem Jahresschluss und der schwächere Weizen die Chicagoer Kurse unter Druck. Der März verlor 6,6 Cent/bushel und notierte mit 3,48 US-$/bushel.
 
Für Südamerika hat namhafter Analyst neue Ernteschätzungen veröffentlicht. Er geht für Brasilien vor einer Maisernte von 83 Mio. t (USDA 86,5 Mio. t) für Argentinien von 35 Mio. t (USDA 36,5 Mio. t)  aus.
 
An der Matif konnten sich Mais gut behaupten. Für den in Kürze auslaufenden Frontmonat Januar finden weitere Positionsbereinigungen statt. Der März-Kontrakt  notierte nach einem Plus von 1,25 €/t mit 169,25 €/t. (St)
 
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