Märkte am Morgen: Ölsaaten

Gewinnmitnahmen drücken Kurse

Sojakomplex: Gewinnmitnahmen ließen den Sojakomplex nach einer volatilen Sitzung schwächer schließen. Die November-Bohne verlor 5,6 Cent/bushel und schloss mit 9,82 US-$/bushel. Schrot gab für September 2,30 US-$/short ton auf 334 US-$/short ton nach. Die US-Sojabohnenernte befindet sich in der Phase der Schotenfüllung, die Wachstumsbedingungen sind ausgezeichnet, denn in den nächsten Tagen und für den restlichen August prognostizieren die Meteorologen Regenfälle.  
 
Das USDA dürfte im seinem morgigen Report die Sojabohnenernte in USA nach oben korrigieren, so die Einschätzung der Analysten. Sie erwarten einen Durchschnittsertrag von 47,6 bushel/acre und eine Ernte von 107,4 Mio. t. Das USDA ging im Juli noch von einem Ertrag von 46,7 bushel/acre aus.
 
In Argentinien halten die Farmer verstärkt die Bohnen zurück. Die argentinischen Ölmühlen sind Agenturberichten dadurch zufolge nur zu 80 Prozent ausgelastet. Allerdings haben sie mit einer Verarbeitungsmöglichkeit von geschätzten 65 Mio. t erhebliche Überkapazitäten. Die Börse in Rosario taxierte die diesjährige argentinische Ernte zuletzt auf 55,3 Mio. t. Die USDA-Schätzung lag im Vormonat noch mehr als 1 Mio. t höher.

Raps: Die schwächeren Chicagoer Bohnenkurse ließen auch beim Matif-Raps die Tagesgewinne abschmelzen. Der November notierte mit 370 €/t und 1,25 €/t niedriger als am Vortag. Die Aktivitäten an der Matif waren erneut lebhaft, da am Kassamarkt kaum physische Ware verfügbar ist.
 
Auch in Winnipeg legten die Canola-Notierungen nach spekulativen Käufen etwas zu. Der November notierte mit 461 Can-$/t.
 
Palmöl: Der Druck auf die Kurse ließ im Sitzungsverlauf nach und Palmöl schloss erneut fester. Der Oktober notierte mit 2500 Ringgit. Innerhalb von einem Monat haben sich die Palmölnotierungen in Malaysia von ihren Tiefs um 15 Prozent erholen können. Niedrigere Rohölbestände in Malaysia, höhere Exporte und eine gute Nachfrage Chinas stützen die Notierungen zurzeit.
 
Rohöl: Die Abwärtskorrektur setzte sich mit Notizverlusten von um die 1 US-$/Barrel  fort. Brent Crudeöl notierte mit 44 US-$/Barrel. Entgegen den Erwartungen waren die wöchentlichen Rohölbestände in  den USA um 1,1 Mio. t angestiegen. Die US-Energiebehörde EIA erwartet zudem bis zum Jahresende einen Anstieg der US-Rohölproduktion um 200.000 Barrel auf 8,45 Mio. Barrel pro Tag. (St) 
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