Märkte am Morgen: Ölsaaten

Gewinnmitnahmen drücken Raps

Sojakomplex: Die Sojabohnen standen in Chicago unter Konsolidierungstendenzen und bewegten sich unter dem Strich nur wenig. Die November-Bohne verlor 1,4 Cent/bushel und hielt sich mit 10,14 US-$/bushel noch gut über der psychologischen Marke von 10  US-$/bushel. Die Schrotnotierungen verloren 2,30 US-$/short ton für den September, der mit 334 US-$/short ton schloss.
 
Der Hype um die Bohnenexporte USA scheint sich etwas zu beruhigen. Die wöchentlichen US-Exportzahlen kamen mit knapp 1,8 Mio. t Sojabohnen wie erwartet herein. Für die alte Kampagne entfielen davon nur noch 178.000 t. Die Sojabohnenbestände in weiten Teilen der USA stehen ausgezeichnet. Allenfalls in Louisiana werden aufgrund Überschwemmungen größere Einbußen und Totalausfälle erwartet, die sich allerdings noch nicht qualifizieren lassen. In der kommenden Woche startet im Mittleren Westen die Erntebereisung, von der sich dezidiertere Ertragsschätzungen für Iowa erwarten lassen.
 
In Brasilien und Argentinien werden die Ölmühlen nur knapp mit Sojabohnen versorgt und es zeichnen sich Produktionseinschränkungen ab. Agenturberichten zufolge wollen im brasilianischen Mato Grosso und in Goia einige Ölmühlen in kürze ihre Verarbeitung vorübergehend einstellen.
 
Raps: Gewinnmitnahmen und fehlende Anregungen vom Sojamarkt in Verbindung mit rückläufigen Palmölnotierungen sowie einem schwächeren US-Dollarkurs belasteten die Rapskurse an der Matif. Der November verlor 2 €/t und fiel auf knapp 378 €/t. Die Aktivitäten am europäischen Terminmarkt blieben die schon an den Vortagen äußerst lebhaft.
 
In Winnipeg notierte Canola Raps nur geringfügig schwächer. Der November schloss mit 468,50 Can-$/t.
 
Palmöl: nach dem strammen Anstieg der Vortage setzen Gewinnmitnahmen die Kurse in Malaysia unter Druck. Palmöl verlor auf allen Termin, zeigt heute aber schon wieder Stehaufmännchen-Qualitäten und die Kurse in Kuala Lumpur legen wieder zu. Analysten machen einen aufgeblasenen und engen Spot-Markt aus. Die Palmölpreise verlieren mit Rally aber bereits deutlich an Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Pflanzenölen und Marktbeobachter erwarten erst einmal nur noch moderate Kursgewinne.
 
Rohöl: Ein schwächerer US-Dollarkurs und anhaltende Spekulationen über eine mögliche Einschränkung der Rohölförderung der Opec und anderer Produzenten ließen die Rohölpreise erneut ansteigen. Brent Crudeöl legte gut 1 US-$/Barrel auf 50,89 US-$/Barrel zu. Der Sprung über die 50-Dollar Marke lässt das Interesse der Finanzanleger an den Rohöl-Futures wieder steigen. Der Markt ist weiterhin gut versorgt, denn Agenturberichten zufolge deutet sich in Saudi-Arabien für August mit 10,8 bis 10,9 Mio. Barrel/Tag eine neue monatliche Rekord-Produktion an. (St) 
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