Märkte am Morgen: Ölsaaten

Gewinnmitnahmen drücken Sojakurse

Sojakomplex: Die festere vorbörsliche Stimmung löste sich im Sitzungsverlauf wieder auf. Gewinnmitnahmen drückten die Chicagoer Bohnenkurse bis zu 9,2 Cent/bushel nach unten. Nachdem der Juli in der Spitze fast auf knapp 12 US-$/bushel angezogen war, schloss er mit 11,70 US-$/bushel. Erwartungen an eine größere US-Sojabohnenfläche drückten. Informa korrigierte seine Flächenschätzung für die US-Aussaatfläche zum Wochenauftakt um 800.000 acres auf 83,8 Mio. acres nach oben und legt sich 1,4 Mio. acres über die USDA-Prognose. Die Aussaat in USA ist bis auf 2 Prozent abgeschlossen. Die Sojabohnenbestände sehen besser als im Vorjahr aus und 74 Prozent  befinden sich in einem guten bis sehr guten Zustand.
 
Raps: Auch die Rapskurse an der Matif konnten ihre Spitzengewinne nicht halten, blieben aber im grünen Bereich. Nach einem überschaubaren Kursgewinn notierte der August bei 380 €/t und der November bei 384 €/t. Die Aktivitäten waren  unterdurchschnittlich.
In Winnipeg hielt Canola-Raps seine stetige Tendenz. Die Kurse bewegen sich auf dem höchsten Stand seit mehreren Jahren. Spekulative Käufer der Fonds und ein etwas schwächerer kanadische Dollarkurs ließen die November-Notierung um 3,60 Can-$ auf 529 Can-$/t ansteigen.
 
Palmöl: Die Korrekturphase in Malaysia hielt an. Die vorderen Termine verloren bis zu 55 Ringgit und fielen gegenüber der Preisspitze im März fast zweistellig. Analysten gehen davon aus, dass sich die Palmölnotierungen in den nächsten Wochen in einer etwas größere Bandbreite ohne substantielle Änderung bewegen. Die Palmölbestände in Malaysia sind im Mai mit 1,65 Mio. t auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen und dürften die Börse unterstützen.  
 
Rohöl: Die Notierungen gaben ach, blieben aber mit einem Minus von 0,19 US-$/t  überschaubar. Brent Crudeöl notierte mit 50,35 US-$/Barrel. Ein etwas festerer US-Dollarkurs, der drohende Brexit sowie die Inbetriebnahme neuer US-Bohrstellen  dürften belastet haben. Die Commerzbank macht zudem eine steigende Risikoaversion der Anleger aus. (St) 
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