Märkte am Morgen: Ölsaaten

Gewinnmitnahmen drücken Sojakurse

Sojakomplex: Die stramme Soja-Rally endete gestern mit einer Serie von Gewinnmitnahmen für Bohnen und Schrot. Die Januar-Bohne verlor 13,4 Cent/bushel und fiel auf 10,42 US-$/bushel. Schrot verlor für den Januar 4 US-$/short ton und schloss mit rund 324 US-$/short ton. Auch technische Einflüsse machen sich bemerkbar, denn der Terminmarkt gilt als überverkauft. In der Vorwoche hatten die Fonds ihre netto Long-Positionen um 15.500 Kontrakte aufgestockt. In der Rally der Vortage, die maßgeblich von Nachfrage nach US-Sojabohnen initiiert war, waren die Sojabohnennotierungen seit Mitte des Monats umgerechnet 26 US-$/t angestiegen.
 
Für Brasilien erwarten die Berater von Agroconsult eine Sojabohnenernte von 102,6 Mio. t. Die brasilianische Getreidelobby rechnet mit einem Anstieg der Sojabohnen-Exporte Brasiliens um 18 % auf 60 Mio. t Sojabohnen. Die brasilianischen Feldbestände befinden sich nach Beobachtung von Analysten in einem sehr guten  Zustand. Die Aussaat war am Wochenanfang zu 85 % abgeschlossen.
 
Raps: Die Rapskurse an der Matif knüpfen an den freundlicheren Vortag an und trotzten den schwachen Vorgaben von Sojabohnen, Rohöl und Palmöl. Der Februar legte 1,75 €/t auf 404,50 €/t zu.
In Winnipeg war die Stimmung erneut konträr. Die Kurse verloren etwas mehr als 5 Can-$/t für die vorderen Termine. Der Januar schloss knapp unter 520 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Korrekturphase hielt bei überschaubaren Kursverlusten nach Gewinnmitnahmen an. Heute Morgen setzt sich die etwas schwächeren Tendenz und Konsolidierungsphase fort.
 
Rohöl: Vor dem heutigen Treffen der Opec korrigierten die Rohölpreise noch einmal deutlich nach unten. Brent Crudeöl verlor 1,86 US-$/Barrel und fiel auf 46,38 US-$/Barrel. Für WTI waren die Notizverluste ähnlich. Der Markt wartet gespannt auf das Ergebnis des heutigen Treffens. Im Vorfeld wurden noch einmal die unterschiedlichen Positionen des Irans und Saudi-Arabiens über die künftige Fördermenge des Irans deutlich.  (St) 
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