Märkte am Morgen: Ölsaaten

Gewinnmitnahmen schwächen die Bohne

Sojakomplex: Die negative Tendenz beim Sojakomplex setzte sich zum Wochenende fort. Bohne und Schrot geben nochmals nach. Öl kann sich dabei behaupten. Die Bohne verliert 7,00 Cent auf 8,9825 US-$ /Bushel und fällt damit unter die psychologisch wichtige Marke von 9,00 US-$/ Bushel. Gewinnmitnahmen werden als Ursache herangezogen. Die Nachtbörse zeigt wieder grüne Vorzeichen.

Denn es gibt es auch einige stabilisierende Daten. Die Experten aus dem privaten Analystenhaus Informa Economics haben die Schätzung über die Aussaat für US-Bohnen im kommenden Jahr reduziert. Hinzu kommen positive Daten über den Bohnenexport. Laut USDA hat ein unbekannter Importeur weitere 270.000 t US-Bohnen gekauft, neben den bekannt gewordenen 1,48 Mio. t für die vergangene Woche.

Bearish wirkt neben der Aussicht auf Regen in Brasilien die Ankündigung des argentinischen Präsidentschaftskandidaten, die Exportsteuern für Sojabohnen um fünf Prozent zu reduzieren. Damit könnte das Angebot dieser Herkünfte auf dem Weltmarkt steigen. Selbst der Oppositionskandidat plädiert für niedrigere Steuern bei Bohnen, könnte sich aber die Erhöhung der Ausfuhrquoten für Weizen und Mais vorstellen. Die Wahlen finden am 25. Oktober statt. Daneben fällt der brasilianische Real um ein Prozent gegenüber dem US-Dollar und macht die heimische Bohne wettbewerbsfähiger.

Raps: Der Raps in Paris geht mehr oder weniger unverändert aus der Woche. Die Schwankungen liegen einmal leicht über dem Kurs vom Freitag, in anderen Monaten leicht über dem Wochenendkurs. Der November ist mit einem leichten Plus von 0,25 €/t positiv gestimmt.

In Winnipeg ist Canola weitestgehend negativ gestimmt und folgt damit den Vorgaben aus Chicago.

Rohöl: Entgegen der Erwartungen am frühen Morgen des Freitags haben die Rohölpreise ihre Gewinne bald wieder abgeben müssen. Die freundlichen europäischen Aktienmärkte haben nicht gereicht, das Niveau hochzuhalten. Heute Morgen sind die Ölpreise noch einmal leicht gefallen. Der Preis für ein Barrel Brent im Dezember liegt bei 50,26 US-$ und damit 20 Cent unter dem Freitag. Ein Fass WTI kostet 47,07 US-$ und damit 19 Cent weniger als am Wochenende. (dg)
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