Die Preise für Molkereiprodukte sind gestern im Rahmen der GlobalDairyTrade (GDT)-Auktion leicht angezogen. Der GDT-Preisindex stieg um 0,9 Prozent, der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 3.368 USD/t, berichtet der aiz-Infodienst. Die Butterpreise stiegen im Durchschnitt um 1,2, die Preise für Vollmilchpulver um 0,6 Prozent. Magermilchpulver schwächelte hingegen mit einem Rückgang um 1,2 Prozent und begrenzte damit das Aufwärtspotenzial des GDT-Preisindex.

Langfristig eher hohe Preise erwartet

Das eher schwache Wachstum der Milchproduktion seit Ende 2016 wird bis Ende des Jahres für insgesamt stabile Milchpreise sorgen, schätzt BMI Research. "Das Wachstum der weltweiten Milcherzeugung wird sich 2017 weiter abschwächen, da vor allem in der EU, Australien und Neuseeland weniger erzeugt wird. Wir erwarten aber eine starke US-Produktion", hieß es von BMI im Vorfeld der Auktion. Nach 2017 sei aber damit zu rechnen, dass das Wachstum der Produktion anzieht. Auf lange Sicht erwartet BMI dennoch "eher hohe Preise im Vergleich zum langfristigen Mittel, da der Verbrauch etwas schneller wachsen wird als das Angebot, vor allem wegen der Nachfrage in Indien und China." (az)
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