USDA-Weizen

Globale Ernte wächst weiter

Gibt den Bären am Weizenmarkt Futter: Das US-Agrarministerium.
-- , Foto: USDA
Gibt den Bären am Weizenmarkt Futter: Das US-Agrarministerium.

Das US-Agrarministerium USDA erhöht in seinem Marktbericht „Wasde“ für Juni seine Prognose für die weltweite Weizenerzeugung 2016/17 um rund 3,8 Mio. t gegenüber dem Vormonat auf 730,8 Mio. t. Da gleichzeitig der globale Verbrauch um rund 3,4 Mio. t gegenüber dem Vormonat auf 716 Mio. t steigt, wachsen die Endbestände lediglich um moderate 0,5 Mio. t. Dennoch erreichen die Vorräte zum Ende der Saison 2016/17 mit 257,8 Mio. t ein Rekordniveau: Für das laufende Wirtschaftsjahr 2015/16 schätzt das USDA die Überhangvorräte auf 243 Mio. t.

Die Produktionszuwächse im kommenden Wirtschaftsjahr gehen vor allem auf das Konto der EU, Russlands und der USA. Die höhere Erzeugung dort gleicht Rückgänge in Brasilien und Mexiko mehr als aus, schreibt das USDA in dem Bericht von Freitag.

Hohe Erwartungen in Spanien

So wächst die Weizenernte in der EU um 1 Mio. t gegenüber dem Vormonat auf 157,5 Mio. t an. Hinter dem Plus steht vor allem Spanien; dort bezeichnet das USDA die Aufwuchsbedingungen nach Auswertung von Satellitendaten als positiv.

Die Erwartungen an die französische Ernte lässt das Ministerium in Washington trotz der jüngsten, heftigen Regenfälle dort unverändert: Während die starken Niederschläge in tieferen Lagen Frankreichs noch Ertrag kosten können, könnten sie die Ertragschancen in anderen Gebieten erhöhen, schreibt das USDA. Gleichwohl dürften die Niederschläge in wichtigen Produzentenregionen der EU auf Kosten der Qualität gehen, erwarten die USDA-Analysten und schrauben die Schätzung für die Verfütterung von Weizen um 1 Mio. t gegenüber dem Mai-Bericht nach oben auf 57,5 Mio. t.

Russlands Exporte steigen

In den USA steigt die Ernteerwartung um etwa 2,2 Mio. t auf 56,5 Mio. t, was auf hohe Erträge bei Winterweizen zurückzuführen ist, und in Russland um 1 Mio. t auf 64 Mio. t, da dort der Anbau von Sommerweizen höher ausgefallen ist als zunächst erwartet.

Die Prognose für die globalen Weizenexporte erhöht das USDA auf 165,6 (Vormonat: 163,9) Mio. t. Mehr Weizen ausführen werden vor allem die EU mit 35,5 (35) Mio. t und Russland mit 25 (24,5) Mio. t. Die Endbestände an Weizen in der EU beziffert das USDA für 2016/17 mit 18,4 (19,2) Mio. t, damit gehen die Vorräte um 0,3 Mio. t im Vorjahresvergleich zurück.

An der Chicago Board of Trade gaben die Weizen-Futures kurz nach Veröffentlichung der USDA-Zahlen deutlich nach. An der Matif dagegen zeigten die Kurse kaum Bewegung. (pio)
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