Fast unverändert präsentiert sich die Sojabilanz im heute veröffentlichten Monatsbericht „Wasde“ des US-Agrarministeriums (USDA). Die globale Erzeugung in der laufenden Saison 2014/15 erreicht mit 315 Mio. t einen Rekordwert, der alle bisherigen Ernten in den Schatten stellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die aktuelle Erzeugung um 11 Prozent höher, die Menge von vor zwei Jahren wird um 17 Prozent übertroffen. Entsprechend bauen sich die Vorräte auf, die das USDA zum Ende des Wirtschaftsjahres 2014/15 weltweit auf fast 90 Mio. t schätzt.

Leicht verändert im Vergleich zum Vormonat hat das USDA Ernteschätzungen für die Südhalbkugel und für Indien. In Argentinien geht das Ministerium jetzt davon aus, dass dort 57 Mio. t gedroschen werden. Die Anhebung um 1 Mio. t im Vergleich zur März-Schätzung begründet das Ministerium mit den idealen Regenfällen in der abschließenden Reifephase. Dagegen waren die Monsunregen in Indien zu mager, so dass dort weniger Soja herangewachsen ist als bisher erwartet.

Für die USA hat das Ministerium Korrekturen an den Sojabeständen vorgenommen. Sie sind jedoch marginal. Es handelt sich lediglich um einen erhöhten Saatgutbedarf für die prognostizierte größere Aussaatfläche in diesem Frühjahr. Die Endbestände in den USA bleiben nach der heutigen Schätzung mit mehr als 10 Mio. t für US-Verhältnisse äußerst komfortabel. (db)
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