Märkte am Morgen: Ölsaaten

Globales Umfeld drückt auf Ölsaaten

Sojakomplex: Der Sojakomplex korrigiert mit schwachen Finanzmärkten und Konjunktursorgen über China in einem gedrückten Umfeld der übrigen Commodities nach unten. Während sich Schrot knapp behaupten konnten, verlor die März-Bohne 5 Cent/bushel und fiel auf 8,62 US-$/bushel. Der Frontmonat März nähert sich inzwischen seiner Stützungslinie 8,60 US-$/bushel. Auch die ansehnlichen wöchentlichen US-Exportanmeldungen von knapp 1,2 Mio. t konnten die schwache Stimmung am Sojamarkt nicht drehen.
 
Die Aussichten für die südamerikanischen Ernten sind weiterhin ausgezeichnet. Ergiebige Regenfälle in Argentinien übers Wochenende stützen höhere Erwartungen an die argentinische Ernte. Der Markt geht davon aus, dass das USDA in seinem heutigen  Report die Schätzung für Argentinien etwas nach oben korrigieren wird. Für Brasilien erwarten die Analysten dagegen eine kleinere Abwärtskorrektur auf unter 100 Mio. t.
 
Raps: Die Rapsnotierungen an der Matif standen erneut unter Druck. Der Mai verlor 2,50 €/t und fiel unter 357 €/t. Auch die Termine für die neue Ernte gaben nach. Der Druck kam von allen Seiten, vom Rohöl, von Soja und vom festeren Euro. Für Palmöl finden zum Wochenanfang keine Notierungen Malaysia statt.  
 
Canola-Raps setzte in Winnipeg ebenfalls seine Abwehrtendenz fort. Der März fiel auf 465 Can-$/t und hielt sich zumindest oberhalb dieser psychologischen Stützungslinie.
 
Rohöl: Die Kurse bröckelten wieder und verloren rund 1,20 US-$/Barrel, zumal eine schnelle Einigung über Produktionseinschränkungen kaum in Sicht ist. Brent-Crudeöl fiel auf unter 33 US-$ und WTI-Öl unter 30 US-$/Barrel. In den USA ist die Zahl der aktiven Bohrungen erneut zurückgegangen. Seit Anfang 2015 sind sie um 70 Prozent rückläufig, parallel dazu hat sich die US-Ölproduktion seit dem Frühjahr 2015 aber nur um 5 Prozent verringert, analysiert die Commerzbank. (St)
 
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