USDA-Mais

Größere US-Maisernte als erwartet

Die schwierigen Witterungsbedingungen und die Nässe haben dem US-Mais anscheinend weniger zugesetzt, als befürchtet wurde. Das USDA geht in seinem Marktbericht "Wasde" von Mittwochabend von einer US-Maisernte von 347,6 Mio. t aus und hat seine Prognose des Vormonats somit überraschend um rund 4 Mio. t nach oben korrigiert. Die USDA-Schätzung übertrifft die Erwartungen der Analysten um mehr als 9 Mio. t. Auch bei der Schätzung der Endbestände düpiert das amerikanische Landwirtschaftsministerium alle Markteinschätzungen. Es geht für 2015/16 von US- Endbeständen von 43,5 Mio. t aus. Der Markt hatte 9 Mio. t weniger einkalkuliert.

Die Chicagoer Börse quittierte das neue USDA-Zahlenwerk mit kräftigen Notizverlusten. Die Maisnotierungen brachen in ersten Reaktionen zeitweise bis 30 Cent/bushel ein, machten dann aber noch etwas Boden gut.

 
Auch in globaler Hinsicht fällt die neue USDA-Schätzung bärisch aus. Die globalen Endbestände werden danach um 5 Mio. t auf 195,1 Mio. t anwachsen. Für die EU hat das USDA allerdings seine Prognose der Maisernte um 3,5 Mio. t auf 62,2 Mio. t nach unten korrigiert. Die einschlägigen Schätzungen europäischer Analysten und der EU-Kommission liegen allerdings noch deutlich darunter. (St) 
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